Tops und Flops des Wochenendes

Happy Anwendungstag

Von Oliver Wittenburg
Montag, 04.01.2010 | 17:14 Uhr
Langlauf-Rakete Northug sieht zwar schräg aus, weiß aber, worauf es am Anwendungstag ankommt
© Getty
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Jochen Behle nervt der Langsamlauf, ein Skisprung-Trainer treibt's zu bunt und Martin Schmitt offenbart Schwächen bei der Anwendung seines Könnens. Dazu: Gregor Schlierenzauer in Zahlen und Gebete für Ronny Ackermann.

+ Gregor der Gute

Jetzt wird der Gregor Schlierenzauer ja 20 Jahre alt. Am Donnerstag ist es soweit. Zeit also, mal auf seine Karriere zurückzublicken. Tun wollen wir das in Zahlen, denn die sagen eine Menge über den Mann aus Tirol. Sein Heimsieg in Innsbruck am Wochenende war sein 28. Weltcup-Erfolg beim 80. Start. Heißt: Schlieri gewinnt jedes dritte Springen, an dem er teilnimmt (etwas mehr sogar: 35 Prozent). Dazu kommen zwölf zweite und sechs dritte Plätze, sprich: Bei sechs von zehn Wettbewerben landet er auf dem Podest oder "am Stockerl", wie er wohl selbst sagen würde. Überhaupt ist er erst der neunte Athlet, der auf allen vier Tournee-Schanzen gewinnen konnte - und der jüngste von ihnen. Gut möglich, dass er den Gesamtsieg verpasst, selbst wenn er auch in Bischofshofen gewinnen sollte, denn Koflers Vorsprung ist immer noch beträchtlich. Dann wäre er der neunte Springer, der trotz dreier Einzelsiege nicht die Vierschanzentournee gewinnen würde.

- Jochen der Unversöhnliche

Bundestrainer Behle ist nicht gut zu sprechen auf die deutschen Langläuferinnen. Die Leistungen beim Auftakt der Tour de Ski waren so lausig, dass er wohl die ganze Mannschaft vom Wettbewerb abziehen wird. Was ihm genauso wenig behagt, wie die Langsamkeit von Nystad und Co., sind die Reibereien zwischen den Damen und Trainer Janko Neuber. Das Training sei zu hart, so der Generalvorwurf. Wie schlecht die Mädels wirklich durch die Loipe eiern, erkennt man daran, dass selbst der zur Trockenheit tendierende Agenturjournalismus zu Kalauern greift: 'Lang(sam)läuferinnen' war am Montag irgendwo zu lesen. Da weiß man erst, wie schlimm es wirklich steht.

+ Petter der Große

Wenn man norwegisch könnte, würde man wohl verstehen, was die TV-Kollegen im Clip auf youtube da zusammenbrüllen. Aber man kann sich's ja denken. Und am Ende sagt er dann sogar noch "fantastis" oder so. Petter Northug versetzte beim 15-km-Rennen der Tour de Ski am Samstag in Oberstdorf aber nicht nur seine Landsleute in Staunen, sondern jeden, der seinen sensationellen Zielsprint mitverfolgen durfte. Da er zudem noch den Prolog gewann, am Sonntag Zweiter war und überhaupt die Tour mit gewaltigem Vorsprung anführt, ist er natürlich einer der Tops des Wochenendes.

- Ronny der Unglückliche

Es ist nicht ganz fair, Ronny Ackermann einfach so einen Flop zu schimpfen. Er hatte eben unglaublich viel Pech. Aber die Fakten sagen nun mal: Olympiateilnahme gefährdet. Platz 22 war bisher seine beste Platzierung in diesem Winter, das vergangene Wochenende war wegen Krankheit ein kompletter Reinfall. Immerhin sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Ich bete und hoffe."

+ Martin der Weise

Schwierige Entscheidung, ob denn Martin Schmitt nun top oder flop am Wochenende war. Sportlich sicher flop, aber rhetorisch ganz klar: super top. Am Sonntag sagte er: "Heute ist ein Anwendungstag, an dem man sein Können anwenden muss." Wen stört es nach einer solchen Sentenz noch, dass er sein Können nicht oder falsch anwendete und nicht mal ins Finale kam. Warum es so kam? Ganz einfach: "Ich springe die ersten 30, 40 Meter praktisch ohne Ski." Keine weiteren Fragen...

- Stefan der Steife

Man will ja nicht päpstlicher sein als der Papst, aber irgendwie ist das nicht okay, wenn sich mittel- oder unmittelbar an der Vierschanzentournee Beteiligte wie Stefan Horngacher bis morgens um fünf im Nachtleben tummeln. Jetzt sagen die Lockeren: "Der Mann ist Österreicher, der springt auch im Halbschlaf aufs Podium." Doch da sagen wir: "Klar ist der Mann Österreicher, aber eben Trainer bei den Deutschen und die fallen ja selbst bestens ausgeschlafen vom Tisch."

+ Noriaki der Ältere

Da muss man nicht viel sagen. Wer mit 137 Jahren immer noch unter die Top Ten in Innsbruck springen kann, der ist mehr als top. Hut ab, Herr Kasai.

Bundestrainer Schuster glaubt weiter an Schmitt

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