Wintersport: Tops und Flops vom Wochenende

Vom Rollstuhl auf die Flugschanze

Von Alexander Mey
Montag, 11.01.2010 | 12:34 Uhr
Antonin Hajek legte sich beim Skifliegen am Kulm mit der kompletten Weltelite an
© Getty
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Volles Programm wieder einmal am vergangenen Wintersportwochenende, das wegen Biathlon in Oberhof ja eigentlich schon am Mittwoch begonnen hat. Biathlon ist auch eines der Hauptthemen der Tops und Flops. Neben Magdalena Neuner sind aber auch Martin Schmitt, ein wundersames Skisprung-Comeback und Lindsey Vonn ein Thema.

+ Aus dem Rollstuhl auf die Skiflug-Schanze

Antonin Hajek hat eine wundersame Geschichte hinter sich. Bei einem Autounfall im April 2008 verletzte sich der junge Tscheche so schwer, dass er zeitweise sogar im Rollstuhl saß. Fast ein Jahr lang musste er pausieren, bis er beim Skifliegen in Bad Mitterndorf zum ersten Mal wieder an einem Weltcup-Springen teilnehmen konnte.

Comeback nach fast einem Jahr - und dann auch noch auf einer Flugschanze? Sportpsychologen haben sicher die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, als sie davon gehört haben. Von wegen langsam wieder in den Rhythmus kommen und so.

Hajek war es aber längst recht so. Er gewann gleich mal die Qualifikation und glänzte in den beiden Springen mit den Plätzen vier und sieben. Dazu knackte er noch die 200-Meter-Marke. Respekt, Herr Hajek!

- Lieben heißt leiden

Arme glückliche Magdalena Neuner! Da ist gerade alles so toll. Sie hat vor Weihnachten ihre ersten Podestplätze errungen und ist auch noch glücklich neu verliebt. Nicht in einen Biathleten, sondern in einen Jugendfreund. "Ich bin wirklich glücklich. Alles ist noch sehr frisch", sagte Neuner dem etablierten Sport-Fachmagazin "Bunte".

Doch dann passiert das: Sie stürzt in Oberhof beim Einlaufen für den Sprint so blöd, dass sie kein Rennen mehr absolvieren kann. Die Schmerzen sind zu groß. Noch blöder: Bis zum Heim-Weltcup in Ruhpolding sind es nur noch zwei Tage.

+ Lindsey Vonn - einem anderen Stern

Schade eigentlich für die Spannung, aber zwei Goldmedaillen sind in Vancouver schon vergeben. Lindsey Vonn wird sie holen, sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G. Alles andere wäre nach den zuletzt gezeigten Leistungen ein Wunder.

Vonn schaffte am Wochenende in Haus den Hattrick und gewann beide Abfahrten sowie den Super-G am Sonntag. Abfahrten hat die schöne Amerikanerin sowieso bisher alle gewonnen. In Haus gab es für die Gegner mal wieder eine Ein-Sekunden-Klatsche.

Da kann sich unsere Maria Riesch nur mit den viel beschworenen eigenen Gesetzen trösten, die so ein Olympia ja manchmal hat.

- Oh Shit, Herr Schmitt!

Armer Martin Schmitt! Schleichendes Erschöpfungssyndrom, alles viel, viel schlimmer! Olympia noch nicht sicher. Mann, Mann, Mann.

Okay, wie sehr Schmitt in seiner jetzigen Form den deutschen Olympioniken in Vancouver fehlen würde, sei mal dahingestellt. Aber so ein schleichendes Erschöpfungssyndrom hört sich schon ernster an, als einfach zu sagen: "Ich bin schlecht."

Aber eigentlich hatte Schmitt ohnehin selbst die schönste Umschreibung für seine sportliche Misere. Er sagte den wahren Satz: "Es war nicht geplant, dass ich nicht in Form bin."

+ Es flutscht wieder

Was haben wir uns nicht alle Sorgen um die Olympia-Form unserer Rinnen-Artisten aus dem Bob- und Rodellager gemacht! Alles umsonst, denn von Woche zu Woche flutscht es besser.

Am Königssee ging der Sieg im Zweierbob an Thomas Florschütz und seinen dunkelhäutigen neuen Anschieber Richard Adjej - eine Premiere im deutschen Bobsport. In diesem Rennen wurde Andre Lange schon Zweiter. Einen Tag später knallte Lange sogar den Sieg im Vierer auf die Bahn. Er ist wieder da!

Auch Rodeln ist gut, selbst wenn die deutschen Damen in Winterberg "nur" einen Doppelsieg feierten. Aber unter normalen Umständen werden Siegerin Natalie Geisenberger und die Weltcup-Führende Tatjana Hüfner in Vancouver Gold unter sich ausmachen. Bei Herren und Doppelsitzern wird es schon enger, aber Medaillen gehen auf jeden Fall.

- Domrachewa - unfassbar!

Wer erinnert sich noch an Darya Domrachewa? Ziemlich genau vor einem Jahr war sie Titelheldin der Tops und Flops, weil sie beim Biathlon-Weltcup in Oberhof stehend anstatt liegend schoss und so einen möglichen Sieg wegwarf. Gibt's nicht, hat man damals gedacht. So etwas passiert nur einmal in hundert Jahren.

Stimmt nicht. Es passierte genau ein Jahr danach an gleicher Stelle so ähnlich wieder. Wieder war Darya Domrachewa die Dumme. Wieder lag sie in Führung. Diesmal stand sie zwar wie alle anderen am Schießstand - ein Lernziel war also erreicht. Aber: Sie schoss auf die falschen Scheiben, nämlich auf die der Nebenbahn.

Als sie es nach dem dritten Schuss gemerkt hatte, fasste sie sich verzweifelt an den Kopf, ihr Trainer sackte noch viel verzweifelter zusammen. Unfassbar! Da soll einmal einer sagen, zum Rennen und Ballern bräuchte man kein Hirn...

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