Tops und Flops des Wochenendes

Immer Ärger mit kreischenden Mädels

Von Alexander Mey
Montag, 07.12.2009 | 14:36 Uhr
Schwedinnen und Schweden sind große Biathlon-Fans - und Discogänger
© Getty
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So viel Wintersport am Wochenende. Ski alpin, Biathlon, Skispringen, Langlauf, Eisschnelllauf, Rodeln, Bob - sogar Curling! Wer soll da noch den Überblick behalten? SPOX natürlich. Zur Abrundung des Wochenendes gibt es auch in dieser Saison wieder die Tops und Flops.

+ Christoph Stephan

Der Typ ist einfach überragend. Sportlich nicht immer, auch wenn er im schwedischen Östersund im Sprint mit Platz vier und als Startläufer in der Staffel überzeugt hat.

Aber seine Sprüche sind immer wieder der Hammer. Er ist einfach ehrlich, offen - und ein klitzekleines bisschen durchgeknallt.

Beispiele gefällig? Nachdem Stephan vor dem ersten Rennen geträumt und den Start um einige Sekunden verpennt hatte, erklärte er der "Bild am Sonntag", woran es gelegen haben könnte: "In unserem Hotel ist eine Disco. Da haben jede Menge kreischende Mädels genau unter meinem Fenster am Eingang gewartet. Gerade für mich, der selbst gern weggeht, war das schlimm. Ich wurde ganz hibbelig. Irgendwann habe ich mir einen Kopfhörer aufgesetzt und habe mit Musik geschlafen."

Noch ein Beispiel? Im "ZDF"-Interview während der Staffel wurde er nach seiner Einschätzung des jungen Norwegers Emil Hegle Svendsen gefragt, der das erste Rennen dominiert hatte. Sein Kommentar: "Sein Laufvermögen ist offenbar genauso groß wie seine Arroganz." Danke für jemanden, der ungefiltert sagt, was er denkt. Bleib so, Christoph!

+ Scherzbold Svendsen

Ob Emil Hegle Svendsen wirklich so arrogant ist, wie Stephan sagt, können wir nicht beurteilen. Auf jeden Fall war er nach seinem Sieg im Einzel aber spontan und witzig. Artig posierte er mit seinem Teamkollegen Halvard Hanevold zum Fototermin mit Torte, da Hanevold seinen 40. Geburtstag feierte.

Kaum waren die Bilder im Kasten, schnappte sich Svendsen die Torte und drückte sie Hanevold ins Gesicht. Beim großen Ole Einar Björndalen hat er sich das nach dem Sprint nicht getraut. Allerdings hatte der auch gerade keine Geburtstagstorte parat.

+ Klasse auf zwei Brettern

Das Alpin-Duell zwischen Lindsey Vonn und Maria Riesch macht richtig viel Spaß. Okay, der Konkurrenz vielleicht weniger, schließlich sehen sie kaum einen Stich gegen die beiden. Aber der Zuschauer in Deutschland kann sich kaum etwas Besseres wünschen. Riesch ist immer konstant vorne dabei und fordert die vor allem in der Abfahrt übermächtig erscheinende Vonn heraus. Die beiden teilten sich in Lake Louise immerhin fünf von neun möglichen Podestplätzen. Und nett anzusehen sind sie auch noch...

+ Eis, Eis, Baby

Sobald es aufs Eis geht, sind die Deutschen fast unschlagbar. Goldene Regel, seit Jahrzehnten. Zum Glück hat sich daran auch im Olympia-Winter wenig geändert.

Rodeln in Altenberg: Vierfach-Sieg der Frauen, Sieg bei den Männern durch Felix Loch, Sieg bei den Doppelsitzern durch Andre Florschütz und Torsten Wustlich, Sieg im Teamwettbewerb mit fast einer Sekunde Vorsprung. Noch Fragen?

Eisschnelllauf in Calgary: Doppelsieg für Jenny Wolf über 500 Meter, den eigenen Weltrekord nur knapp verpasst. Sieg durch Stephanie Beckert über 3000 Meter in deutscher Rekordzeit. Die 21-Jährige unterbot die Bestmarke der gerade erst für zwei Jahre gesperrten Claudia Pechstein.

Bob der Frauen in Cesana: Zwei Podestplätze durch Cathleen Martini und Sandra Kiriasis. Allerdings zum ersten Mal in dieser Saison nicht gewonnen.

- Wir haben Bob verlernt

So gut es sonst im Eiskanal lief, so schlecht sind die deutschen Männer drauf. Trotz des Comebacks von Andre Lange wartet das erfolgsverwöhnte Team immer noch auf den ersten Podestplatz der Saison. In Cesana war Karl Angerer als Sechster im Zweier und Siebter im Vierer noch der Beste. Beunruhigend, wenn man den Reflex hat, bei Olympia automatisch Gold von den deutschen Bobfahrern zu erwarten. Offenbar gibt es wenigstens eine Sportart auf dem Eis, in der die Deutschen menschliche Schwächen offenbaren.

Halt, es gibt zwei. Denn auch bei der Curling-EM läuft es nicht rund. Am Sonntag haben unsere Medaillenhoffnungen bei den Männern zwei böse Klatschen kassiert. Das angestrebte Halbfinale ist für Andy Kapp und seine Jungs in Gefahr. Auf weitere Details verzichten wir an dieser Stelle. Erstens ist es unerfreulich, zweitens interessiert sich vielleicht doch nicht jeder für Curling.

- Ja wo laufen sie denn?

Die Deutschen Alpinen. Bei den Frauen läuft es ja super, aber was die DSV-Männer am Wochenende fabriziert haben, war - nennen wir es beim Namen - erbärmlich.

In der Abfahrt in Beaver Creek war Tobias Stechert als 35. noch der beste von allen. Es folgten Andreas Strodl (40.), Stephan Keppler (43.) und Peter Strodl (45.). Ach ja, dann gab es ja im Riesenslalom auch noch Felix Neureuther. Der belegte in der nach wie vor ungeliebten Disziplin den 42. Rang und verpasste den zweiten Durchgang.

Wir möchten nicht pessimistisch klingen, aber die Goldchancen bei den alpinen Männern in Vancouver erscheinen uns doch relativ gering...

- Adler sollen landen

Schulterzucken und Kopfschütteln kennt man ja von Skispringern, wenn sie über den Umgang der Jury mit den äußeren Bedingungen mosern. Das war auch in Lillehammer Usus, nachdem das erste Springen von Schneefall, das zweite von ständig drehendem Wind beeinträchtigt wurde. Wenn ein Springer im Auslauf aber auf den Rücken knallt, weil er fast bis in die Ebene fliegt, dann ist irgendwas grundlegend schief gelaufen.

Gregor Schlierenzauer erwischte viel zu starken Aufwind und hatte dafür viel zu viel Anlauf. Folge: 150,5 Meter auf einer Schanze, deren kritischer Punkt bei 138 Metern liegt. Das konnte nicht gut gehen, immerhin waren schon die 146 Meter, die Simon Ammann kurz zuvor gestanden hatte, hart an der Grenze.

Nach dem Springen war der Ärger groß. "Das Springen hätte unter diesen Bedingungen nicht durchgeführt werden dürfen", regte sich Österreichs Trainer Alexander Pointner auf. "Ich werde meine Springer unter solchen Voraussetzungen jedenfalls nicht mehr von der Schanze lassen." DSV-Coach Werner Schuster stimmte ihm zu: "Manchmal fühlt man sich hier wie im Zirkus. Man wird einfach so durch die Manege geführt, koste es, was es wolle."

Immerhin musste sich Schuster um die deutschen Springer keine Sorgen machen, denn so weit wie Schlierenzauer und Ammann können die im Moment noch nicht springen. Trotzdem überzeugten vor allem Pascal Bodmer, Andreas Wank und Michael Uhrmann. Nur Martin Schmitt schwächelte bedenklich.

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