Poutiainen siegt in Sölden, Hölzl Siebte

SID
Samstag, 24.10.2009 | 15:39 Uhr
Gewann im vergangenen Jahr den Riesenslalom-Weltcup: Die Finnen Tanja Poutiainen
© Getty
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Tanja Poutiainen hat den Riesenslalom zum Weltcup-Auftakt in Sölden gewonnen. Zweite wurde Kathrin Zettel vor Denise Karbon. Kathrin Hölzl fuhr als beste Deutsche auf Rang sieben.

Der weltmeisterliche Glanz ist zwar ein bisschen verblasst, doch die Golden Girls Maria Riesch und Kathrin Hölzl sind mit ordentlichen Ergebnissen in den Olympia-Winter gestartet.

Beim Riesenslalom im österreichischen Sölden fuhr Riesch in ihrer Problemdisziplin auf Rang 18, Hölzl löste als Siebte wie die junge Viktoria Rebensburg mit Platz acht immerhin gleich im ersten Rennen das Ticket für die Winterspiele im kanadischen Vancouver.

"Das war sicher nicht der Traumstart, den wir uns erhofft haben - aber ein guter Start ins olympische Jahr und eigentlich doch okay. Abgerechnet wird heuer sowieso erst im Februar", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier über das Abschneiden.

Poutiainen feiert neunten Weltcupsieg

Vom erhofften Podiumsplatz war aber selbst Riesenslalom-Weltmeisterin Hölzl 0,88 Sekunden entfernt. Die Finnin Tanja Poutiainen feierte in einer Gesamtzeit von 2:24,96 Minuten ihren neunten Weltcupsieg, hauchdünn vor Kathrin Zettel aus Österreich (0,01 Sekunden zurück) und Denise Karbon (Italien/0,32).

LIVE-TICKER: Der Riesenslalom der Damen zum Nachlesen

Hölzl, die im Riesenslalom im Frühjahr noch etwas überraschend WM-Gold gewonnen hatte, verbesserte sich im Finale um einen Platz - war aber mit ihrem besten Resultat auf der überaus anspruchsvollen Strecke auf dem Rettenbachgletscher nicht richtig glücklich.

"Ich habe mir ein wenig den Schneid abkaufen lassen und das, was ich mir vorgenommen hatte, nicht umgesetzt. Da muss ich selbstkritisch sein und mich noch verbessern", sagte die Bischofswiesenerin.

Maier: "Richtig wichtig wird es erst ab Dezember"

Laut Maier besteht aber kein Anlass zur Beunruhigung. "Früher war es immer eine Katastrophe, wenn Sölden nicht ganz so gut war. Jetzt kratzt mich das nicht mehr. Richtig wichtig wird es erst ab Mitte Dezember, wenn die Nordamerika-Rennen vorbei sind", sagte er. Deshalb galt Hölzls "größte Sorge" auch "meinem Zeh".

Der, und zwar "der zweite kleine links", schmerzte erneut, nachdem er wegen einer Blase kürzlich schon eine Blutvergiftung verursacht hatte. Deshalb wollte Hölzl nach dem Rennen "nur noch raus aus meinen Schuhen".

Maria Riesch war zu diesem Zeitpunkt bereits umgezogen, aber ebenfalls nicht ganz glücklich mit ihrem Abschneiden. "Das war kein so toller Auftakt, ich ärgere mich schon ein bisschen", sagte die Slalom-Weltmeisterin, "aber soll ich jetzt weinen?"

Das wäre sicher übertrieben gewesen, denn Riesch hat im Riesenslalom traditionell Rückstand auf die Weltspitze. Diesmal fehlten fast zwei Sekunden auf Poutiainen.

"Ich hatte nur ein paar gute Abschnitte. Aber das ist ja mein gewohntes Riesenslalom-Problem", sagte die Partenkirchnerin.

Rebensburg voll zufrieden

Rundum zufrieden war nur die 20-jährige Rebensburg. "Gleich im ersten Rennen das Olympia-Ticket - das ist ein Traum, besser kann es gar nicht laufen", sagte sie erfreut.

Die Kreutherin ging das Rennen taktisch an und nicht - wie in der Vergangenheit so oft - ungestüm. Erst im Finale gab sie richtig Gas, trotz leichter Verletzungen im Nacken- und Rückenbereich.

"Viki ist schon vernünftiger geworden", lobte Cheftrainer Mathias Berthold die Junioren-Weltmeisterin.

Fanny Chmelar und Susanne Riesch (beide Partenkirchen) kamen mit einem Rückstand von jeweils knapp sechs Sekunden nicht in den zweiten Durchgang.

Noch unglücklicher verlief das Rennen aber für Nicole Hosp: Die Österreicherin zog sich bei einem unglücklichen Sturz ersten Diagnosen zufolge einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.

Damit dürfte für sie die Olympia-Saison vorzeitig beendet sein. Riesch und Hölzl bekommen in drei Wochen ihre nächste Chance: Dann geht es im Weltcup mit einem Slalom in Levi (Finnland) weiter.

Nicole Hosp nach Sturz mit Kreuzbandverletzung

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