Molekularbiologe Werner Franke sieht im Fall Pechstein keinen Dopingbeweis
Molekularbiologe Werner Franke sieht im Fall Pechstein keinen Dopingbeweis
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Eisschnelllauf

Samstag, 04.07.2009

Franke: "Das kann kein Dopingbeweis sein"

Molekularbiologe Werner Franke sieht im Dopingfall Claudia Pechstein mit Einschränkungen "sichere Zeichen" für Epo-Missbrauch, allerdings keinen Dopingbeweis.

Der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke sieht im Dopingfall Claudia Pechstein mit Einschränkungen "sichere Zeichen" für Epo-Missbrauch, allerdings keinen Dopingbeweis.

"Falls sie keine Erkrankung des blutbildenden Systems hat, zum Beispiel verschiedene Arten von Tumoren, liegen hier sichere Zeichen zur Stimulation durch Epo oder Epo-Mimetika (Präparate, die sich chemisch vom Epo-Molekül unterscheiden, im Körper aber dieselbe oder eine ähnliche Wirkung haben, d. Red.) vor", sagte Franke: "Ein Beweis für Doping kann dies aber nicht sein."

Franke unterstützt das Vorgehen von ISU und WADA

Die Vorgehensweise des Eislauf-Weltverbandes ISU, wie von der Weltantidopingagentur WADA angeregt, bereits bei erhöhten Retikulozyten-Werten (Vorstufe der roten Blutkörperchen, d. Red.) Sperren auszusprechen, verteidigte Franke dennoch.

Wenn man bei erhöhten Hämoglobin- oder Hämatokrit-Werten Sperren ausspreche, müsse man dies auch bei erhöhten Retikulozyten-Werten tun: "Das ist nur konsequent. Der Sport kann sich nur effektiv gegen Blutdoping schützen, wenn man auch die Folgen von Blutdoping bekämpfen darf."

Dass die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Pechstein, wie sie selbst vermutet, möglicherweise an einer genetischen Erkrankung leiden könnte, hält Franke für ausgeschlossen. "Da kann ich nur laut lachen. In diesem Fall hätten bei Pechstein immer erhöhte Retikulozyten-Werte vorliegen müssen und nicht nur in wenigen konkreten Fällen", sagte Franke.

Pechstein wehrt sich gegen Anschuldigungen


Wer war der größte deutsche Star der Olympischen Spiele in Vancouver?

Magdalena Neuner
Maria Riesch
Viktoria Rebensburg
Eisschnelllauf-Frauen
Andre Lange
 

Die Wintersaison eröffnen die Skidamen und -herren am 24.10. in Sölden. In der letzten Saison ganz vorne mit dabei: Maria Riesch und ihre beste Freundin Lindsey Vonn. Bei den Skispringern geht es erst am 27.11. in Kuusamo los. Wer kann in diesem Jahr in den Dreikampf von Gregor Schlierenzauer, Simon Ammann und Wolfgang Loitzl eingreifen? Die deutschen Hoffnungen ruhen wieder auf Martin Schmitt. Beim Biathlon liefen im vergangenen Winter fünf Frauen in die Top-Ten des Gesamtweltcups. Am 1.12. geht es in Sölden los mit Kati Wilhelm, Magdalena Neuner, Andrea Henkel, Martina Beck und Simone Hauswald. SPOX bietet dem Wintersport-Fan interessante Hintergrundberichte, Live-Berichterstattung im Liveticker und Interviews mit den Stars. Dazu versorgt Sie SPOX mit einer Terminübersicht, den Ständen im Gesamtweltcup und allen Ergebnissen.

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