"Kann das ISU-Urteil nicht ignorieren"

SID
Donnerstag, 09.07.2009 | 16:08 Uhr
Armin Baumert glaubt an eine Niederlage Claudia Pechsteins vor dem CAS
© Getty
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"Wenn ich mir das ISU-Urteil anschaue, gehe ich davon aus, dass es auch vor dem CAS Bestand hat", sagt NADA-Vorstandsvorsitzender Armin Baumert im Interview zum Fall Pechstein.

Armin Baumert, der Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), geht im Dopingfall Claudia Pechstein von einer Niederlage der Eisschnelllauf-Olympiasiegerin vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS aus.

"Auch ich gehe juristisch von der Unschuldsvermutung aus. Dennoch sehe ich auch eben dieses Urteil der ISU, und wenn ich mir dieses Urteil anschaue, dann gehe ich davon aus, dass es auch vor dem CAS Bestand hat", sagte Baumert.

Frage: Herr Baumert, wie beurteilen Sie den bisherigen Verlauf des Dopingfalls Claudia Pechstein?

Armin Baumert: Alles deutet darauf hin, dass es vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS zum Lackmustest kommen kann. Die NADA versteht sich als aufmerksamer Beobachter, der die Sache nüchtern zu betrachten hat und die Gefühle beiseite lassen muss. Die Berwertung dieses Falles wird sicher ungeheuer spannend.

Frage: Wie beurteilen Sie die Rollen Claudia Pechsteins und des Eislauf-Weltverbandes ISU, seit dieser Pechstein am vergangenen Freitag für zwei Jahre gesperrt hat?

Baumert: Was Claudia Pechstein macht, ist verständlich, und es ist auch beeindruckend, wie intensiv sie sich verteidigt. Andererseits ist es auch wichtig, dass ein Weltverband den Mut aufbringt, so einen Fall anzuschieben. Die ISU hat alle Dinge berücksichtigt, die man berücksichtigen muss, um den Dopingkampf weiterzuführen. Das ist der erste große Schritt, der gemacht wurde, seit der neue WADA-Code die Grundlage für Indizienprozesse gestärkt hat.

Frage: Gefällt Ihnen als Dopingjäger die Haltung des Deutschen Olympischen Sportbundes, des Innenministers und der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft, die alle im Fall Pechstein von der Unschuldvermutung ausgehen, obwohl ein olympischer Sportverband nach sorgfältiger Prüfung ein eindeutiges Urteil gefällt hat?

Baumert: Auch ich gehe juristisch von der Unschuldsvermutung aus. Dennoch sehe ich auch eben dieses Urteil der ISU, und wenn ich mir dieses Urteil anschaue, dann gehe ich davon aus, dass es auch vor dem CAS Bestand hat.

Frage: Aber mittlerweile haben sich auch eine Reihe von renommierten Wissenschaftlern gemeldet, die Zweifel an der Rechtskraft des Indizes angemeldet haben, Pechsteins Retikulozyten-Wert sei ein eindeutiger Hinweis auf Doping.

Baumert: Wir in der NADA haben alle diese Einlässe mit großem Interesse verfolgt, und wir werden die komplette Causa Pechstein auch noch einmal genau in unser Vorstandssitzung am 20. und 21. Juli in Bonn erörtern. Aber noch mal: Ich gehe davon aus, dass die ISU in ihrer Anklage alles bedacht hat. Sie weiß ganz genau, dass es sich um einen Präzedenzfall von enormer Tragweite handelt, und hat dies auch in ihrem Urteil berücksichtigt. Ich kann das Urteil eines olympischen Sportverbandes nicht ignorieren. Der CAS ist die richtige Stelle, um sportrechtlich einen Schlussstrich zu ziehen und diesen Fall endgültig zu klären.

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