Wintersport

Greis einziger Lichtblick in Trondheim

SID
Michael Greis ist dreifacher Weltmeister und Olympiasieger
© Getty

Michael Greis jubelte zum Auftakt des vorletzten Biathlon-Weltcups in Trondheim über ein perfektes Rennen und seinen zweiten Saisonsieg. Die erfolgsverwöhnten Damen blieben dagegen ohne Podestplatz.

Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis setzte sich beim Weltcup-Sprint vor Ole Einar Björndalen (Norwegen) und Simon Eder (Österreich) durch.

Bei den Frauen baute die hinter der Russin Olga Saizewa zweitplatzierte Schwedin Helena Jonsson ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Andrea Henkel wurde als Zehnte beste Deutsche.

"Das war ein perfektes Rennen", sagte Greis. Auf der Piste lief er die drittbeste Zeit des Feldes, den Grundstein zum Sieg legte Greis durch zwei fehlerfreie Schießeinlagen.

Platz vier im Gesamtweltcup

Positiv habe sich der Gewinn der kleinen Kugel in der Einzelwertung am vergangenen Wochenende ausgewirkt: "Damit hatte ich nicht gerechnet. Heute hatte ich wieder Vertrauen in mich."

Mit Freundin Kathrin Hitzer konnte Greis seinen zweiten Sieg des Winters nach dem Auftakttriumph von Östersund nicht feiern, sie hat die Saison bereits beendet. "Sie liegt in Ägypten in der Sonne", sagte der 32-Jährige.

Im Gesamtweltcup verbesserte sich der Ex-Weltmeister um zwei Ränge auf Rang vier hinter Spitzenreiter Björndalen, dem Polen Tomasz Sikora und Maxim Tschudow (Russland).

Drei Mann außerhalb der Punkte

Dagegen erwischten die sechs weiteren deutschen Starter keinen guten Tag. Michael Rösch und Alexander Wolf belegten die Ränge 28 und 38. Andreas Birnbacher kam nach überstandenem Infekt als 40. ins Ziel.

Vizeweltmeister Christoph Stephan (44.), Arnd Peiffer (50.) und Daniel Böhm (99.) sammelten nicht einmal Weltcup-Punkte.

Wilhelm, Neuner und Co. enttäuschend

Etwas besser in der Breite, aber letztlich enttäuschend schnitten die Frauen ab. "Mir fehlt die ganze Saison schon ein Treffer mehr. Ich hoffe, dass die knappen Schüsse, die dieses Jahr nicht umfallen, dann nächstes Jahr fallen", sagte Henkel über ihre zwei Fehlschüsse.

Hinter der Staffel-Olympiazweiten lief Kati Wilhelm auf Rang 13: "Das war sicherlich im Laufen wie im Schießen nicht optimal."

Die sechsmalige Weltmeisterin Magdalena Neuner verdarb sich ihr Rennen wie schon so oft im Stehendschießen. Nach vier Fehlern reichte es nur zu Rang 25, Martina Beck lief auf Platz 34. Tina Bachmann, Simone Hauswald und Juliane Döll belegten die Ränge 23, 38 und 41.

EPO-Missbrauch bei Russen nachgewiesen

Derweil gibt es neue Erkenntnisse über die des Dopings überführten Russen Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko. Die Athleten hatten zu einem so genannten EPO-Biosimilar gegriffen.

"Es handelt sich um eine EPO-Substanz, die allerdings nicht aus der neuen Generation Cera stammt", sagte Anders Besseberg, Präsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU) dem "ZDF".

Hearing Panel spricht Strafen aus

Das EPO stamme aus Russland oder China und sei sehr schwer nachzuweisen. Die Unterlagen aus dem Dopinglabor in Lausanne, die das Vergehen des Russen-Trios belegen sollen, erwartet er spätestens in der übernächsten Woche.

Erst nach Erhalt der kompletten Unterlagen beginnt eine 30-Tage-Frist, in deren Rahmen die IBU das Material prüft. Danach wird das so genannte Hearing Panel einberufen, das die Athleten anhört und letztlich die Strafen ausspricht.

Gesamtstand im Weltcup der Herren

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