Tops und Flops des Wochenendes

Schalke und die rosaroten Panther

Von Johannes Rupprechter
Montag, 29.12.2008 | 15:12 Uhr
Schalke-Präsident Josef Schnusenberg verfehlte vier von zehn Scheiben
© Getty
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Egoistische Gastgeber, fliegende Finnen in Pink, Hannus Thronfolger, famose Aufholjagd, uneinsichtige Jury und nichts Neues aus Schalke. Die Tops und Flops des Wintersport-Wochenendes.

+ Alpin-Lokalmatadoren

Oft ist es so, dass der Druck bei einem Sportereignis vor der eigenen Haustür am größten ist und die Sportler lähmt. Bestes Beispiel für diese These: Die Veranstalter der Fußball-Europameisterschaft aus Österreich und der Schweiz konnten den Erwartungen im eigenen Land nicht standhalten, verabschiedeten sich bereits nach der Vorrunde aus dem Turnier und ließen den Gästen den Vortritt. Als weniger freundliche Gastgeber erwiesen sich vor den Augen zahlreicher Bekannter und Verwandter an diesem Wochenende Kathrin Zettel und Christof Innerhofer. Beflügelt von der Heimatluft gewann die 22-jährige Niederösterreicherin wie vor zwei Jahren den Riesenslalom am Semmering, von dem sie nur einen Steinwurf weit entfernt wohnt. Der 24-jährige Südtiroler Innerhofer raste mit der Nummer eins, nahe seines Heimatortes, in Bormio zum Sieg. Zuhause ist es also doch am schönsten.

- Pink-Finnen

Viele Zuschauer mussten sich während der sonntägigen Qualifikation zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf ungläubig die Augen reiben: "Blendet da das Flutlicht?" Man musste schon zweimal hinschauen auf der Schattenberg-Schanze, als die beiden Finnen Ville Larinto und Harri Olli ins Tal flogen. Das Duo verkleidete sich doch tatsächlich als Pink-Panther. Was optisch gar nicht geht und einem ziemlich schlechten Karnevals-Kostüm glich, führte allerdings immerhin zu einer ordentlichen Weite. Mit dem farblich stark feminin angehauchten Stoff segelten die finnischen Tournee-Hoffnungen auf die Ränge vier und zwölf. Dennoch liebe Nordlichter, tut uns das nicht mehr an und kramt das nächste Mal bitte wieder einen anderen Anzug aus dem Vorrat.

+ Lara ist einfach sensationell

Letztes Wochenende feierte die 17-jährige Lara Gut in St. Moritz im Super-G ihren ersten Weltcup-Sieg. Dass die Ski-Beauty die Konkurrenz auch im Riesenslalom narren kann, bewies das Schweizer-Jahrhunderttalent am Semmering - und wie: Nach dem ersten Durchgang noch auf Rang 15 liegend, explodierte Lara im zweiten Lauf, demonstrierte Carving-Kultur vom Feinsten, deklassierte die Konkurrenz und katapultierte sich mit Rang drei noch auf's Podium. Keine Frage: Die Alpinnation Schweiz hat nach vielen Jahren wieder einen echten Superstar - und der ist nicht bloß gut!

- Schalker verballern Platz eins

Beim Prominenten-Rennen der alljährlichen Biathlon-World-Team-Challenge auf Schalke vor 54.000 begeisternden Zuschauern nahmen auch zwei Schalker teil. Platz eins war aber einmal mehr ein rotes Tuch für die Königsblauen. Den schnappte sich nach einer fehlerfreien Schießeinlage Johann Lafer. Mit vier Fahrkarten aus zehn Schüssen, belegte Schalke-Präsident Josef Schnusenberg hinter dem TV-Koch und vor S04-Keeper Manuel Neuer Rang zwei. Anschließend meinte der Boss der Knappen: "Ich habe für Schalke geschossen. Der zweite und dritte Platz reichen uns ja." Das ist ja nichts Neues aus Gelsenkirchen.

+ Wer ist Hannu Manninen?

Er war neben Ronny Ackermann der Dominator der letzten Jahre in der Nordischen Kombination. In ganz Finnland herrschte nach seinem Abgang Tristesse pur. Wer soll den in der Heimat alles überstrahlenden Hannu Manninen künftig nur einigermaßen adäquat ersetzen? Nicht nur die Experten der Suomi waren sich einig: Das geht nicht! Die Fußstapfen sind zu groß. Doch weit gefehlt, der erst 20-jährige Anssi Koivuranta schoss wie aus dem Nichts empor und absolviert bislang die Saison seines Lebens. Der Vorjahres-Gesamtelfte bestieg in Oberhof nach acht Weltcup-Wettbewerben bereits zum sechsten Mal das Podium und feierte bereits seinen dritten Saisonsieg. Die Abwesenheit von Hanno dem Hünen hat dem kleinen Anssi definitiv Flügel verliehen.

- Blindes Schiedsgericht

Ireen Wüst sicherte sich zum dritten Mal in Serie den Titel bei den niederländischen Eisschnelllauf-Mehrkampf-Meisterschaften in Heerenveen. Der Triumph der 22-jährigen Olympiasiegerin von Turin wurde jedoch von einem Eklat überschattet. Das Schiedsgericht disqualifizierte nach dem abschließenden 5000-Meter-Lauf die Gesamt-Zweite Renate Groenewold. Die 32-Jährige soll Wüst bei einem Wechsel am Kurvenausgang die Vorfahrt genommen haben. Die beiden Sportlerinnen sahen dies aber ganz anders. Wüst, die dezidiert klarstellte ihrer Konkurrentin bewusst den Vortritt gewährt zu haben, um in deren Windschatten zu laufen, wetterte anschließend: "Ich hatte sogar einen großen Vorteil dadurch. Die Schiedsrichter begreifen überhaupt nichts." Umstimmen ließen sich die sogenannten Experten dadurch aber nicht mehr.

Lara Gut für zwei Rennen suspendiert

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