Dienstag, 29.07.2008

Ski nordisch

Stecher gewinnt in Oberstdorf

Oberstdorf - Der routinierte Österreicher Mario Stecher hat in Oberstdorf den zweiten Wettkampf im Sommer-Grand Prix der nordischen Kombinierer gewonnen.

Der 31 Jahre alte Dauerbrenner behauptete sich nach einem Sprung auf der großen Mattenschanze und dem 15,95 Kilometer langen Lauf mit Inlinern hauchdünn mit einer halben Sekunde Vorsprung vor dem Finnen Jaakko Tallus, der sich im Fotofinish vor seinem zeitgleichen Landsmann und Sprunglauf-Sieger Anssi Koivuranta durchsetzte.

Bester deutscher Kombinierer war der 19-jährige Oberwiesenthaler Eric Frenzel mit 2,2 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz.

Rydzek wird Sechster

Für die größte Überraschung sorgte der erst 16 Jahre alte Oberstdorfer Johannes Rydzek als Sechster (+7,7 s).

Mit Matthias Menz (Steinbach-Hallenberg) auf Platz 9, Christian Beetz (Biberau/11.), Auftaktsieger Georg Hettich (Schonach-Rohrhardsberg/14.), Tom Beetz (Biberau/15.) und dem deutschen Juniorenmeister Michael Dünkel (Zella-Mehlis/16.) landeten weitere deutsche Starter im Vorderfeld.

"Ich bin wie schon in Hinterzarten sehr zufrieden, auch wenn es diesmal nicht zum Podest reichte. Immerhin fehlten uns mit Ronny Ackermann, Björn Kircheisen und Tino Edelmann ja drei Asse", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

"Dass Johannes Rydzek, der ja noch Jugendlicher ist, sich so gut verkaufen konnte, war auch für mich überraschend", lobte Weinbuch.

Abbruch auf der Mattenschanze

Bei dem Test für neue Wettkampfformen kam den Kombinierern aus zwölf Nationen eine mögliche Neuregelung entgegen. Da am Dienstag Aufwind mit starken Böen immer wieder für Unterbrechungen beim Springen gesorgt hatte, entschied sich die Jury zum Abbruch auf der Mattenschanze.

Statt des geplanten einen Wertungsdurchgangs wurden die Ergebnisse der Qualifikation vom Vortag als Grundlage für den Lauf genommen. Die Qualifikation hatte der Finne Koivuranta nach einem Sprung auf 133,5 Meter vor dem Österreicher David Zauner (132,5) und Rydzek (129) gewonnen.

"Das war ein Vorteil der neuen Regel-Vorschläge. So hatten wir wenigstens ein Sprunglauf-Ergebnis vom Vortag und einen korrekten Wettkampf", meinte Weinbuch.


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