Dienstag, 27.05.2008

Ski nordisch

Oberstdorf erhofft sich dritten WM-Coup

Kapstadt - Mit Sven Hannawald, Weißwürsten und dem Motto "Die Spur ins Herz" will Oberstdorf zum dritten Mal die nordischen Ski-Weltmeisterschaften ins Allgäu holen.

Wenn am 29. Mai beim Kongress des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) im südafrikanischen Kapstadt die Ausrichter der WM 2013 bekanntgegeben werden, erhofft sich die Marktgemeinde nach 1987 und 2005 zum dritten Mal den Zuschlag.

Oberstdorf will dabei vor allem mit den Emotionen von 2005 punkten, als man eine glanzvolle WM organisierte und von FIS-Präsident Gian Franco Kasper (Schweiz) als das "Mekka des nordischen Skisports" geadelt wurde.

Vorstellung per Video

Zehn Minuten bleiben der deutschen Delegation um den Präsidenten des Deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann, um die Stimmberechtigten am Donnerstagnachmittag auf ihre Seite zu bekommen. So lang darf die Präsentation der einzelnen Kandidaten Falun (Schweden), Lahti (Finnland), Val di Fiemme (Italien), Oberstdorf und des Neulings Zakopane (Polen) sein.

Das Motto "Die Spur ins Herz" soll an die bisherigen WM im Allgäu erinnern. Im Mittelpunkt eines kurzen Films steht die zweifache Junioren-WM-Medaillengewinnerin Lucia Anger aus Oberstdorf, die davon träumt, 2013 in ihrer Heimatgemeinde an den Titelkämpfen teilzunehmen.

Hannawald als Botschafter

Prominenz wird die Bewerbung unterstützen. Als Überraschungsgast fliegt Sven Hannawald in Kapstadt ein, der als bisher einziger Skispringer alle vier Wettbewerbe der Vierschanzentournee gewinnen konnte. Und auch kulinarisch werden die Delegierten in Kapstadt auf Bayern eingestimmt: Am WM-Stand gibt es Weißwurst, Brez'n und Weißbier, dazu ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Oberstdorf 2013".

Der Ausgang der Wahl scheint völlig offen. Allerdings hat Zakopane nach Problemen bei der kurzfristigen Übernahme der Junioren-WM im vergangenen Winter wohl nur Außenseiterchancen. Dagegen könnte Falun, das 1993 zum bisher letzten Mal eine nordische WM ausgerichtet hatte, seitdem aber im Weltcup-Zirkus zu den renommiertesten Veranstaltern zählt, leicht favorisiert sein.


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