Eishockey

Fall Busch: DEB drohen Rückforderungen

SID
Sonntag, 20.04.2008 | 13:35 Uhr
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Berlin - Eine vorsorgliche Streichung von Florian Busch aus dem WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft kommt nicht infrage, dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) droht in dem Fall jedoch weiter Ärger.

Die ausgebliebene Sperre für die verweigerte Dopingprobe des Berliners sei aus Sicht des Bundesverwaltungsamtes (BVA) ein Verstoß gegen die Förderrichtlinien, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Das BVA stütze sich auf die Einschätzung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Die NADA hatte angekündigt, die Verwarnung von Busch und die Geldstrafe von 5000 Euro nicht zu akzeptieren.

DEB-Sportdirektor Franz Reindl reagierte einen Tag nach dem 4:2-Sieg der Nationalmannschaft über Weißrussland in Crimmitschau gelassen. Busch war beim ersten Testspielsieg in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Kanada ebenso wenig dabei wie die anderen Nationalspieler der Eisbären Berlin und der Kölner Haie, die das vierte Playoff-Finale um die Meisterschaft bestreiten.

Keine Sperre für Busch

"Er ist momentan nicht gesperrt und steht als Option zur Verfügung", sagte Reindl mit Blick auf eine WM-Nominierung von Busch. Der 23-Jährige hatte am 6. März nach seiner Weigerung viereinhalb Stunden später beim selben Kontrolleur eine Probe abgegeben, die negativ ausfiel.

Dass diese Probe nicht von der NADA, sondern vom DEB in Auftrag gegeben wurde, ist für Reindl nicht der Kern des Falles. "Das ist eine juristische Frage, die mit dem Sachverhalt nichts zu tun hat", sagte Reindl am Sonntag, betonte aber auch: "Entscheidend ist, dass er am gleichen Tag kontrolliert wurde - durch das gleiche Institut und den gleichen Kontrolleur. Wenn wir das nicht gemacht hätten, hätten wir ihn sperren müssen - selbstverständlich."

Auch ohne Busch sowie die Berliner und Kölner, aber mit dem starken Überseeprofi Dimitri Pätzold im Tor gewann das DEB-Team dank eines furiosen Starts den ersten WM-Test gegen die Weißrussen.

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