Freitag, 07.03.2008

Skispringen

Schlierenzauer gewinnt Weltcup in Lillehammer

Lillehammer/Frankfurt/Main - Die deutschen Skispringer um "Bruchpilot" Martin Schmitt sind beim Weltcup in Lillehammer abgestürzt und müssen weiter auf den Nachfolger für Bundestrainer Peter Rohwein warten.

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© Getty

Als bester des DSV-Quintetts belegte Michael Uhrmann auf der Olympia-Schanze von 1994 den 14. Platz. Gregor Schlierenzauer aus Österreich feierte mit Sprüngen von 132 und 129,5 Metern seinen achten Weltcupsieg.

Der Skiflug-Weltmeister verwies den Schweizer Andreas Küttel und Janne Happonen aus Finnland, der vor dem Finale in Oslo die Gesamtwertung des Nordic Tournaments anführt, auf die Plätze.

"Sprung war nicht schlecht"

Uhrmann sprang zunächst 123,5 Meter weit und stellte danach fest: "Der Sprung war nicht schlecht, ich bin zufrieden." Im Finale fiel er nach 118,5 Metern jedoch drei Plätze zurück.

Nicht besser erging es dem Berchtesgadener Michael Neumayer, der mit 122,5 und 112 Metern den 19. Rang belegte. "Im ersten Durchgang hatte ich Glück, denn vor mir herrschten richtig schlechte Bedingungen. Im Finale hatte ich Pech", sagte Neumayer.

Georg Späth aus Oberstdorf verpasste mit 112,5 Metern als 32. knapp das Finale. Junioren-Weltmeister Andreas Wank zahlte auf Rang 46 Lehrgeld.

"Hüpfer" von Schmitt

Eine Bruchlandung bei starkem Rückenwind legte Martin Schmitt hin. Drei Tage nach seinem sechsten Platz in Kuopio landete der 30 Jahre alte Routinier aus Furtwangen mit einem "Hüpfer" von 100 Metern auf dem 50. und letzten Rang.

"Der Sprung war eigentlich ganz normal. Aber ich bin in ein Luftloch geflogen und praktisch durchgefallen", sagte Schmitt. "Man kann Martin keinen Vorwurf machen. Bei diesen Bedingungen muss man sich damit abfinden", erklärte Bundestrainer Peter Rohwein.

Während die DSV-Springer auch in Lillehammer der Weltspitze weit hinterhersprangen, läuft in der Heimat die Suche nach Rohweins Nachfolger auf Hochtouren. In dieser Woche hat es ein erstes Gespräch zwischen Top-Kandidat Andreas Bauer und der Führung des Deutschen Skiverbandes (DSV) gegeben.

Entscheidung vertagt

"Es gibt aber noch keine Entscheidung. Das Thema ist zu komplex, daher müssen noch mehrere Gespräche geführt und weitere Personen einbezogen werden. Es ist alles offen", sagte Bauer in einem Interview mit dem "ZDF".

Rohwein, der nach dem Saisonende als Bundestrainer seinen Hut nehmen muss, sprach sich erneut für den Sprungtrainer der Nordischen Kombinierer als neuen Chefcoach der Spezialisten aus.

"Ich bin der Meinung, dass es ein deutscher Trainer sein muss. Da gibt es keinen Besseren als Andreas Bauer. Ich wünsche mir, dass er das Amt übernimmt", erklärte Rohwein.


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