Eisschnellauf-WM

Friesinger: Titelserie soll nicht reißen

SID
Mittwoch, 05.03.2008 | 11:59 Uhr
Anni, Friesiger
© Getty
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Nagano - Anni Friesinger strotzt vor Selbstbewusstsein, Jenny Wolf ist von Selbstzweifeln geplagt. Mit unterschiedlichen Gefühlen nehmen Deutschlands Goldhoffnungen die Einzelstrecken-Weltmeisterschaften in der "Eis-Kathedrale" von Nagano in Angriff.

"Ich fühle mich wohl in meiner Haut, die Form stimmt: Über 1.500 Meter ist eine Medaille Pflicht. Über 1.000 Meter will ich den Titel", meinte Anni Friesinger nach dem Training.

Dennoch verriet sie, dass sich auch nach über zehn Jahren in der Weltspitze die Aufregung vor dem Saison-Höhepunkt nicht gelegt hat: "Das Kribbeln im Bauch ist da. In der Nacht bin ich erst um zwei Uhr eingeschlafen, aber das liegt wohl auch noch am Jetlag", sagte die 31-Jährige.

Niemann-Stirnemanns Rekord in Reichweite

Seit 2000 hat sie in jedem Jahr zumindest einen Titel gewonnen, in diesem Jahr aber wartet sie noch auf Gold, nachdem ihr Jenny Wolf bei der Sprint-WM in Heerenveen diese Medaille wegschnappte. Sollte es gleich zum Auftakt zu Gold über 1.500 m reichen, darf Damen-Coach Markus Eicher noch auf eine Verstärkung seines Trios für die Team-Verfolgung hoffen.

"Die Hintertür ist nur einen ganz kleinen Spalt offen. Priorität haben die 1.000 Meter", dämpft Friesinger zu große Hoffnungen auf einen dritten WM-Start. Zugleich nutzte sie die Gelegenheit, erneut die Strukturreform des deutschen Verbandes zu kritisieren. "Diese Reform greift nicht, das ist nicht zu übersehen. Denn die Männer haben es bei der Mehrkampf-WM nicht mal ins Finale geschafft", erklärte sie in einem Interview mit der "Welt".

Wenn es ihr gelänge, trotz der für sie in Deutschland nicht optimalen Trainingsumstände beide Einzel-Distanzen zu gewinnen, dürfte sie sich mit insgesamt elf Titeln und weiteren zehn Medaillen die Krone der besten Läuferin bei Einzelstrecken-WM aufsetzen. Diese trägt bislang Gunda Niemann-Stirnemann (11/3/0), die in der M-Wave-Arena vor zehn Jahren zweimal Olympia-Gold holte und die damals 21- jährige Friesinger über 3.000 m auf Platz drei verwies.

Halle in gutem Zustand

Im Gegensatz zu den anderen Sportstätten wie der Schanze in Hakuba, die ungenutzt mehr und mehr verfällt, präsentiert sich die "Olympia-Kathedrale" am Stadtrand Naganos auch zehn Jahre nach den Spielen noch in bester Verfassung.

Doch geben hier längst nicht mehr nur Eisschnellläufer den Ton an: Footballer tragen hier ihre Matches aus, Messen und Rock-Konzente prägen das Bild der Halle, deren spektakuläres Dach den japanischen Alpen nachempfunden ist. Riesig ist noch immer der Schuldenberg, den die Kommune Nagano nach den Winterspielen abzuzahlen hat, die M-Wave ist so ziemlich die einzige Olympia-Sportstätte von 1998, die nicht defizitär arbeitet.

Wolf hadert mit dem Eis

Weniger gute Erfahrungen mit dem schweren Eis in der Riesen-Arena hat Jenny Wolf. "Es ist brüchig wie immer, es läuft nicht wie erhofft", klagt die 29-jährige über ein Bauchgefühl, das ihr sagt, dass die sensationelle Form der zurückliegenden Wochen bröckelt. 15 Weltcupsiege erkämpfte sie in dieser Saison, deklassierte dabei oftmals die Konkurrenz.

"Natürlich will ich meinen Titel verteidigen. Wenn nicht alles perfekt läuft, wird es schwer." Für Understatements ist die Berlinerin bekannt, selbst vor dem Gewinn des WM-Titels im Sprint-Vierkampf hatte sie sich zuvor nicht zu den Favoriten gezählt.

Im Vorjahr hatte ihr im Vorfeld der WM keiner den 500-m-Titel zugetraut, nun ist sie die Topfavoritin und wird noch dazu von einer "großen Unbekannten" gejagt. Die Chinesin Beixing Wang bestritt seit Mitte Januar kein Rennen mehr, niemand kennt ihren Fitness-Zustand. "Ich schaue nicht auf sie, nur auf mich. Und: Wenn es nicht klappt mit dem Titel, geht die Welt auch nicht unter", meinte die schnellste Studentin der Welt gelassen.

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