Norwegen siegt vor Finnland

DSV-Team nur Sechster in Planica

SID
Samstag, 15.03.2008 | 12:46 Uhr
wintersport, skispringen, schmitt, uhrmann, neumayer, späth
© Getty
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Planica - Die deutschen Skispringer haben beim Weltcup in Planica den enttäuschenden sechsten Platz im Mannschafts-Wettbewerb belegt.

Das Quartett mit Georg Späth, Michael Neumayer, Michael Uhrmann und Martin Schmitt (im Bild) kam auf 1378,9 Punkte. Den Sieg sicherte sich Norwegen (1715,1) vor Finnland (1615,1) und Weltmeister Österreich (1482,1) um den einmal mehr überragenden Gregor Schlierenzauer.

Der 18-Jährige sprang im ersten Durchgang mit 233,5 Metern die Tagesbestweite und verfehlte den Weltrekord des Norwegers Björn Einar Romören nur um 5,5 Meter.

Deutschland nur noch Mittelmaß

Wie schon bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf flog das deutsche Team deutlich an einem Podestplatz vorbei und rutschte sogar hinter Slowenien und Tschechien ins graue Mittelmaß ab.

"Das Ergebnis ist enttäuschend und passt zu dieser Saison. Wir müssen uns eingestehen, dass wir in diesem Jahr nicht in Schlagdistanz zur Weltspitze waren", erklärte Schmitt nach dem schwachen Auftritt auf der größten Schanze der Welt.

Der 30-jährige Routinier war mit Weiten von 214,5 und 183 Metern noch der beste DSV-Springer. "Der erste Sprung hat Spaß gemacht. Das war ein schönes Gefühl", sagte Schmitt.

Rohwein-Nachfolge noch ungewiss

"Sein Sprung läuft derzeit gut", lobte Bundestrainer Peter Rohwein, über dessen Nachfolge immer noch nicht entschieden ist. "Ich stehe zwar in Kontakt mit der Verbandsspitze, aber ich weiß nicht, wer es wird", sagte Rohwein.

Zumindest in Ansätzen gefallen konnte auch Neumayer, der auf 196,5 und 189,5 Meter kam. Dennoch haderte der Berchtesgadener mit seiner Leistung.

"Wenn man keinen Wind hat, landet man zu früh und ärgert sich bloß. So war es heute bei mir", sagte Neumayer und räumte ein: "Mir geht langsam das Gas aus, ich freue mich auf den Urlaub."

Späth und Uhrmann enttäuschen

Ein glatter Ausfall war Späth, der sich mit 171 und 170,5 Metern in die Ferien verabschiedete. Nicht viel besser erging es Uhrmann. 174,5 und 183,5 Meter waren für seine Ansprüche viel zu wenig.

"Das war heute ganz schwach, es passte nichts zusammen. Es tut mir leid für die Mannschaft. Ich hoffe, dass ich am Sonntag noch zwei gute Sprünge machen kann, denn so will ich die Saison nicht beenden", sagte der Bayer. Zum letzten Wettkampf des Winters treten die besten 30 des Weltcups an.

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