Mittwoch, 20.02.2008

Biathlon

Österreich beschließt Anti-Doping-Paket

Wien - Nach der Doping-Affäre um eine Wiener Blutbank hat die österreichische Regierung ihre Anti-Doping-Bestimmungen verschärft. Das Kabinett habe sich auf ein umfassendes Maßnahmenpaket geeinigt, teilte die Regierung in Wien mit.

Die Doping-Gesetzgebung im Alpenland solle bis zum Sommer besser an die internationalen Vorgaben der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angepasst werden.

 "Blut- und Gendoping sollen strafrechtlich verfolgt werden, gleichzeitig wird auch der Besitz von Arzneimitteln und Instrumenten, die für Dopingzwecke im Sport verwendet werden können, strafrechtlich belangt", sagte der Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka.

Außerdem müsse künftig enger mit den Sportfachverbänden zusammengearbeitet werden, um die sportmedizinische Betreuung der Athleten und die Prävention zu verbessern.

Sportler schützen

Der österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer will die Sportler dagegen auch besser gegen Verleumdung schützen. Man müsse den Athleten Rechtshilfemechanismen geben, mit denen sie sich gegen ungerechtfertigte Dopingvorwürfe vor Gericht wehren können, sagte er am Mittwoch vor dem Hintergrund jüngster Dopinggerüchte im Biathlon.

Er habe das Gefühl, dass manche Listen auch Teil der psychologischen Kriegsführung vor internationalen Wettkämpfen seien. Für den Herbst plant die Regierung nach seinen Worten ein weiteres Anti-Doping-Paket.


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