Freitag, 22.02.2008

Ski alpin

Österreicher als Taktgeber bei Olympia-Test

Whistler - Während die Ski-Herren aus Österreich bei der ersten Olympia-Generalprobe einmal mehr den Takt vorgaben, musste das deutsche Team nach dem Auftakt-Test für 2010 leise Töne anstimmen.

"Für mich war das eigentlich kein Rennen, es war ein Training unter wettkampfmäßigen Bedingungen", sagte Slalom-Spezialist Felix Neureuther, nachdem er im kanadischen Whistler bei seinem ersten Super-G-Start in diesem Winter auf Rang 50 gefahren war.

Ein perfekter Einstand auf dem Olympia-Hang gelang den erfolgsverwöhnten Österreichern: Christoph Gruber bei seinem fünften Weltcup-Sieg und Hannes Reichelt durften schon einmal das Gefühl auf den oberen beiden Stufen des Siegertreppchens genießen.

Felix Neureuther ließ sich den Spaß an der Fahrt auf der abwechslungsreichen Piste "David Murray" bei Bilderbuch-Wetter auch von seiner dürftigen Platzierung nicht verderben.

Neureuther freut sich auf Olympia 

"Ich wollte vor allem die Strecke und das Gelände kennenlernen, im Hinblick auf den Riesenslalom am Samstag. Und ich muss sagen: Es gefällt mir ausgezeichnet", sagte der Partenkirchener. "Auch der Slalomhang wird bei Olympia super sein, da freue ich mich jetzt schon drauf."

Wenig Grund zur Freude hatten 130 Kilometer nördlich von der offiziellen Olympia-Stadt Vancouver einige Hochkaräter. Der österreichische Star Hermann Maier entschied sich nach einem Sturz auf seine ohnehin lädierte Hüfte, die Heimreise anzutreten und den Riesenslalom auszulassen.

Auch US-Idol Bode Miller brachte seine ungestüme Fahrt nicht ins Ziel. Dennoch büßte der mit 1067 Punkten im Gesamtweltcup Führende nur wenige Zähler ein, da sein Verfolger Benjamin Raich (Österreich/998) nur Elfter wurde. Auch Super-G-Spitzenreiter Didier Cuche (Schweiz/918) holte als Siebter weniger auf als erwartet.

Keppler einfach nicht gut genug 

Für den Alpin-Chef des Deutschen Skiverbandes war das Rennen vor allem ein Probelauf. "Felix soll nicht zum reinen Slalom-Spezialisten werden, dazu kann er einfach zu gut Skifahren", meinte Wolfgang Maier zum Speed-Start von Technik-Könner Neureuther. "Er stellt sich auch gar nicht so schlecht an, aber da fehlt ihm schon noch ein wenig Fahrroutine."

Härter ins Gericht ging Maier mit Speed-Talent Stephan Keppler (Ebingen), der als 31. die erhofften Weltcup-Punkte knapp verpasst hatte: "Es muss auch Stephans persönlicher Anspruch sein, hier unter die besten 30 zu kommen. Aber dafür fährt er im Moment einfach nicht gut genug."

Seinen "schönsten Tag als Skifahrer" erlebte hingegen der Slowene Ales Gorza. Als Überraschungs-Dritter fuhr der 27-Jährige in seinem 96. Weltcup-Rennen zum ersten Mal aufs Podium.


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