Wintersport

Morgenstern gewinnt in Sapporo

SID
Skispringen, Morgenstern
© DPA

Sapporo - Thomas Morgenstern hat beim Skisprung-Weltcup in Sapporo seinen achten Saisonsieg gefeiert, die deutschen Springer enttäuschten auf der ganzen Linie. Michael Neumayer belegte als bester des DSV-Quartetts den 17. Platz, Martin Schmitt wurde 22.

Michael Uhrmann, der bei der WM vor einem Jahr an gleicher Stätte schwer gestürzt war, verpasste wie Stephan Hocke das Finale. "Das Ergebnis spricht nicht für uns, aber es spiegelt auch nicht wider, wie die Jungs drauf sind. Es fehlen Kleinigkeiten", sagte Bundestrainer Peter Rohwein.

Weltcup-Dominator Morgenstern setzte sich mit Sprüngen von 125,5 und 131,5 Metern souverän vor dem Finnen Janne Happonen (120,5+130) und seinem Landsmann Martin Koch (123,5+127,5) durch.

Neumayer enttäuscht 

Mit 1355 Punkten baute Morgenstern seine Führung in der Gesamtwertung vor den in Sapporo pausierenden Janne Ahonen (Finnland/845) und Gregor Schlierenzauer (Österreich/839) aus. "Ich zähle die Punkte nicht mit, aber auf dem Bakken sind mir schon Gedanken an den Gesamtsieg durch den Kopf gegangen. Ich bin an einem Punkt, wo ich nicht an meinem Können zweifle und die Sprünge genießen kann", sagte Morgenstern.

Obwohl fünf der Top-15-Springer auf die Reise nach Japan verzichteten, reichte es für die deutschen Springer nicht für vordere Platzierungen. Neumayer kam auf 117 und 118,5 Meter und stellte danach enttäuscht fest: "Technisch waren die Sprünge okay, aber es kommt nichts dabei heraus. Ich muss mir anschauen, was ich alles falsch mache."

"Bei mir ging unten nichts mehr" 

Auch Schmitt hatte vier Tage nach seinem 30. Geburtstag keinen Grund zum Feiern. 111 und 120,5 Meter waren zu wenig, um vorne mitmischen zu können. "Die Sprünge waren nicht so, wie ich mir das vorstelle", erklärte der Routinier.

Uhrmann wurde offenbar auch von den dunklen Erinnerungen an seinen Sturz im WM-Training vor einem Jahr gebremst. Der Bayer hatte sich damals einen Trümmerbruch im Fuß zugezogen und neun Monate pausieren müssen. Mit 109 Metern landete er nur auf Rang 32.

"Die ersten Sprünge auf der Schanze bin ich einen Tick vorsichtiger angegangen. Dazu kam der kurze Anlauf. Da braucht man einen guten Absprung, um ins Fliegen zu kommen. Bei mir ging unten nichts mehr", sagte Uhrmann.

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