Samstag, 23.02.2008

Sommerfeldt Fünfter

Lukas Bauer erneut siegreich

Falun - Auch in die deutsche Dominanz Doppelverfolgung ist Lukas Bauer erfolgreich eingedrungen. Beim Weltcup im schwedischen Falun machte der Tscheche sein nächstes Meisterstück, gewann und greift nun schon mit beiden Händen nach der Großen Kristallkugel.

Wintersport, Langlauf, Bauer
© DPA

Sieben Rennen vor dem Saisonende hat der Tour-de-Ski-Gewinner 408 Punkte Vorsprung auf den Oberwiesenthaler Rene Sommerfeldt, der in Falun mit einer starken Leistung Platz fünf erreichte und damit seinen zweiten Rang im Gesamtklassement festigte.

Bei den Frauen gab es für die deutschen Starterinnen eine Enttäuschung. Claudia Nystad aus Oberwiesenthal wurde beim Sieg der Norwegerin Astrid Jacobsen, die damit auf Rang zwei der Gesamtwertung hinter der Finnin Virpi Kuitunen vorrückte, 13. vor Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl).

Einigermaßen zufrieden 

Bei der deutschen Lieblingsdisziplin Doppelverfolgung hatte sich Bundestrainer Jochen Behle etwas mehr ausgerechnet. Sommerfeldt bestimmte das Rennen in beiden Stilarten mit und hatte sich einen Platz auf dem Treppchen verdient. Doch als beim vierten Passieren des äußerst schweren "Moerderbakken" der Schwede Anders Södergren das Tempo verschärfte, hatte Sommerfeldt nichts entgegenzusetzen.

"Ich bin einigermaßen zufrieden, doch einen Platz auf dem Podest hatte ich mir schon gewünscht. Ich habe mich gut gefühlt und hatte Topmaterial", sagte der Sachse, der vor allem auf dem klassischen Abschnitt viel Führungsarbeit leistete. "Das habe ich bewusst gemacht, weil ich so das Tempo bestimmen konnte und mich nicht in der Verfolgungsarbeit verausgaben musste", sagte Sommerfeldt.

Fehlende Aggressivität 

Von seinen Teamkollegen erhielt er nur bedingt Hilfe. Auf dem klassischen Abschnitt war Jens Filbrich (Frankenhain), der am Ende 30. wurde, an seiner Seite. Die 15 km im freien Stil konnte nur noch Tobias Angerer (Vachendorf), am Ende 16., mithalten. Weltmeister Axel Teichmann (Bad Lobenstein) wurde von Behle aus dem Rennen genommen, um ihn für die Staffel am Sonntag zu schonen.

Bei den Frauen verloren die DSV-Läuferinnen ebenfalls in der Freistil-Disziplin. Behle bemängelte vor allem die fehlende Aggressivität von Beginn an. "Schnell laufen zu wollen und es dann auch umzusetzen, sich zu überwinden, sind zwei verschiedene Dinge", meinte der Coach.


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