Drei Gesamtsiege im Visier

Deutsche haben Gesamtsiege im Blick

SID
Mittwoch, 13.02.2008 | 13:36 Uhr
Wintersport, Rodeln, Möller
© DPA
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Sigulda - Drei Weltcup-Gesamtsiege locken, und rechtzeitig zum großen Finale wollen die deutschen Rodler endlich Frieden mit dem ungeliebten Eiskanal von Sigulda schließen.

"Nach zehn Tagen Training sollten wir in der Lage sein, unsere Durststrecke hier zu beenden und den Mythos Sigulda zu beerdigen", sagt der zweimalige Weltmeister David Möller vor der doppelten Weltcup- Veranstaltung im fernen Lettland. Bei den Frauen ist ein deutscher Gesamtsieg wohl wieder einmal sicher, bei den Männern und bei den Doppelsitzern hoffen die deutschen Kufen-Asse auf das perfekte Ende des erfolgreichen WM-Winters.

"Ich habe eigentlich keine Chance, aber die will ich nutzen", sagt Möller vor dem finalen Kräftemessen mit seinem italienischen Widersacher Armin Zöggeler. "Es wird schwer, Armin zu schlagen, aber er ist auch keine Maschine."

"Das schafft so schnell keiner" 

Noch nie konnte der Thüringer in Sigulda auf einen Podestplatz fahren, angesichts von nur 15 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Zöggeler bläst der 26-Jährige aber zum Angriff. "Vor allem am Start fühle ich mich wieder richtig fit und ich werde versuchen, einiges zu riskieren. Platz zwei im Gesamt-Weltcup ist ja so gut wie sicher."

Brisanz verspricht auch das interne deutsche Duell zwischen der zweimaligen Weltmeisterin Tatjana Hüfner und Silke Kraushaar-Pielach. "Natürlich liebäugele ich mit einem Sieg in Sigulda", sagt die 37- Jahre alte Seriensiegerin von Sigulda vor den letzten beiden Rennen ihrer erfolgreichen Karriere.

Nicht nur ihren sechsten Gesamtsieg hat die Oberhoferin bei 41 Punkten Rückstand auf Hüfner noch im Blick, auch die alleinige Bestmarke Sylke Ottos von 37 Weltcup-Erfolgen soll endlich fallen. "37 Siege - das schafft so schnell in den nächsten Jahren keine."

Windpocken und Heuschnupfen 

Hüfner will keine Abschiedsgeschenke an ihre Konkurrentin verteilen. "Es wäre schon schön, den Gesamt-Weltcup zu gewinnen, wenn Silke noch dabei ist", betont die 24-Jährige aus Oberwiesenthal. "Der Gewinn sagt ja aus, wer am stabilsten gefahren ist über eine Saison hinweg."

Senkrechtstarterin Natalie Geisenberger sieht sich beim Wettrennen ihrer Teamkolleginnen nur als Zuschauerin: "Ich bin erst zum zweiten Mal auf dieser sehr anspruchsvollen Bahn und vermute, dass ich mich auf das Sammeln an Erfahrung beschränken muss", sagte die 20 Jahre alte Miesbacherin.

Ihren sechsten Gesamtsieg haben die Doppelsitzer Patric Leitner und Alexander Resch bei satten 105 Punkten Vorsprung vor Augen. "Diese Bahn mögen wir zwar so gerne wie eine Kombination aus Windpocken und Heuschnupfen, aber jetzt lassen wir uns den Erfolg im Gesamt-Weltcup nicht mehr nehmen", versprechen die Bayern.

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