Sonntag, 17.02.2008

Biathlon

Damen-Staffel holt erneut WM-Titel

Östersund - Mit dem überlegenen Staffelsieg haben die Skijägerinnen für den goldenen Abschluss gesorgt und Deutschland erneut zur erfolgreichsten Nation der Biathlon-Weltmeisterschaften geführt.

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© Getty

Auch anonyme Doping-Vorwürfe konnten bei der souveränen Titelverteidigung das Quartett in der Vorjahresaufstellung Martina Glagow, Andrea Henkel, Magdalena Neuner, die eine Strafrunde drehen musste, und der mit der deutschen Fahne über den Zielstrich laufenden Kati Wilhelm nicht bremsen. Im Ziel hatten die deutschen Damen Freudentränen in den Augen und 30,9 Sekunden Vorsprung vor der Ukraine sowie 1.35,7 Minuten vor Frankreich.

Als dreimalige Weltmeisterinnen waren die Großbreitenbacherin Henkel und das bayerische "Laufwunder" Neuner erfolgreichste Starter der Titelkämpfe, die mehr als 120.000 Zuschauer anlockten. Das Duo schob sich mit nun jeweils sechs Titeln in der Hit-Liste der WM-Stars unter die Top Ten. Der Thüringer "Dauerbrennerin" Henkel gelang das bei ihrer zehnten WM-Teilnahme. Shooting-Star Neuner schaffte es bereits bei den zweiten Welttitelkämpfen ihrer Karriere.

Vier Nachlader für Wilhelm

"Ich habe hier tausendmal mehr erreicht, als ich mir vorgenommen hatte, auch wenn ich beim Staffelrennen arg neben mir gestanden bin, unkonzentriert beim Schießen war", kommentierte die 21 Jahre alte Wallgauerin. Für Henkel war der Staffelsieg "ein toller Abschluss der Super-WM". Für die seit über einem Jahr in Staffelrennen ungeschlagenen Damen von Bundestrainer Uwe Müssiggang wechselte Glagow zeitgleich mit Italien.

Henkel gab Neuner 52,3 Sekunden Vorsprung mit auf den Weg, den Neuner trotz der Strafrunde auf 1.04 Minuten ausbaute. Schlussläuferin Wilhelm musste viermal nachladen.

Lob vom Chef

"Das war ein gutes, aber kein perfektes Rennen. Mit der WM bin ich mehr als zufrieden. Nur einen der sechs möglichen Titel haben wir nicht gewonnen und standen nach allen Rennen auf dem Podest", lobte Müssiggang seine Skijägerinnen.

Ähnlich zufrieden war auch DSV-Präsident Alfons Hörmann. "Das Ergebnis von Östersund ist eine schöne Fortsetzung der Erfolgsstory der vergangenen Jahre und zeigt, dass so ein extrem hohes Niveau dank systematischer Arbeit auch über mehrere Jahre zu halten ist", sprach er seiner WM-Expedition nach Mittelschweden ein dickes Kompliment aus. Nach seiner Meinung wäre sogar noch die eine oder andere Medaille mehr drin gewesen, "wenn es nicht die widrigen psychologischen Rahmenbedingungen mit den idiotischen Vorwürfen gegeben hätte."


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