Montag, 25.02.2008

Tops und Flops im Wintersport

Liebe ist...

München - Wenn man die Skisprung-Übertragungen schon nicht wegen der Leistungen der deutschen Springer anschauen kann, dann doch immerhin wegen des Moderatoren-Traumduos Monica Lierhaus/Dieter Thoma.

Monica Lierhaus, Dieter Thoma
© Getty

Die Performance der beiden bei der Skiflug-WM in Oberstdorf ließ einen träumen. Außerdem in den Tops und Flops: Biathlon. Sogar zweimal. Und das obwohl gar kein Wettbewerb stattgefunden hat. Oder doch?

+ Liebe ist...

...sich in luftiger Höhe auf einem Donnerbalken voller Herzklopfen gegenüberzusitzen. So zu besichtigen in der Vorberichterstattung der "ARD" zum Teamwettbewerb bei der Skiflug-WM. Da sitzen sie in luftiger Höhe, die Sonne erleuchtet ihr rotes Haar, der Wind streicht ihnen zart übers Gesicht. Es sind Moderatorin Monica Lierhaus und Experte Dieter Thoma, sie kauern auf dem Absprungbalken der Heini-Klopfer-Schanze, schauen einander verträumt in die Augen, plaudern über dies und das, meistens natürlich über Skifliegen - und messen dabei ihren Puls. Kein Scherz, der gemeine Zuschauer durfte sich einen Einblick in die Gefühlswelt der beiden gönnen. Thoma, der coole Eroberer, lag bei 105 Schlägen pro Minute, bei Lierhaus pochte das Herz schon so an die 120 Mal in der Minute. Offenbar hoffte sie auf etwas Ernstes. Auf der Gondelfahrt zurück ins Tal hatte sie dann die Chance, dem Dieter so richtig nahezukommen. Was daraus geworden ist? Fortsetzung folgt...

- Deutscher Speed!

Stephan Keppler ist unsere größte Alpin-Hoffnung in den Speed-Disziplinen bei den Herren. Nur müsste er irgendwann jetzt auch mal zeigen, dass er in einigermaßen zügigem Tempo eine Piste runterfahren kann. Und nicht wie beim Super-G in Kanada mal locker von Slalom-Spezialisten wie Ivica Kostelic und Manfred Mölgg in Grund und Boden gefahren wird. Schon bitter. 

+ Ein Stern, der Andre Lange heißt

Was kann man nicht alles in zwei Sekunden machen: Ein Formel-1-Auto auf 100 beschleunigen, ein Papier falten, manche können sogar ein T-Shirt so schnell zusammenlegen, entscheiden, ob eine Frau etwas für einen wäre...Viele Dinge, die man tun kann. Unser Bob-Held Andre Lange hatte bei seinem WM-Titel im Viererbob am Wochenende in Altenberg am Ende unglaubliche 2,02 Sekunden Vorsprung auf den Russen Alexander Subkow auf Platz zwei. Ein so noch nie da gewesener Abstand im Bobsport, in dem sonst normal alles im Tausendstelbereich entschieden wird. Egal, ob es bei einem langweiligen Weltcup mal nicht so läuft, wenn es darauf ankommt, ist Lange da. Elf Goldmedaillen bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften hat er nun schon geholt. Respekt!

- Biathlon-EM???

Lieber Biathlon-Weltverband IBU, wir wissen, dass pro Saison gefühlte 4748 Rennen auf dem Programm stehen müssen, aber eine Biathlon-EM? Eine Woche nach Ende der WM? Da der Wert und die Bedeutung der Veranstaltung (soll irgendwo in Tschechien gewesen sein) klar mit "null" zu beziffern sind, werden die Ergebnisse an dieser Stelle auch komplett ignoriert. 

+ Go, Maria, Go!

Mein Gott, wenn wir Maria Riesch nicht hätten, könnten wir den alpinen Skisport auch komplett einstellen. Nach ihrem Sturz in der Abfahrt von Whistler Mountain weinte sie noch bittere Tränen, aber dann feierte sie bei der Super-Kombination ihren sechsten Weltcup-Sieg. Sehr stark!

+- Biathlon-Modenschau

Es gehört zwar technisch gesehen nicht zum Wochenende, aber der Fernseh-Auftritt unserer vier Gold-Mädels Mitte der Woche bei "Stern TV" darf nicht unerwähnt bleiben. Erst einmal ein Lob an Kati Wilhelm für ihren Mut zu einem extravaganten Outfit. Prinzipiell schön, aber die Umsetzung gelang nicht wirklich. Die gelbe Strumpfhose, das sah nicht nach großer Mode-Welt aus. Nicht wie Mailand oder Paris, eher wie Modeschule Zwickau. Absolut am besten angezogen war noch Andrea Henkel. Schicke Jeans, nettes Oberteil, passt. Dagegen war der Zwillingslook von Martina Glagow und Magdalena Neuner doch sehr bieder. Schwarze Hose, Bluse, Weste, gut zum Vorstellungsgespräch in der Bank, aber solche hübsche junge Damen müssen doch etwas Netteres im Kleiderschrank haben, wenn man mal zu Günther Jauch darf.    

Alexander Mey / Florian Regelmann

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