Sturm in Innsbruck stoppt 3. Qualifikation

SID
Donnerstag, 03.01.2008 | 12:55 Uhr
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Innsbruck - Ein Sturm am Bergisel hat den Zeitplan der Vierschanzentournee erneut durcheinandergewirbelt und den Top-Springern vor dem anstehenden Showdown einen zusätzlichen Ruhetag beschert.

Wegen starker Windböen wurde die Qualifikation für das 3. Springen in Innsbruck abgesagt und auf Freitagvormittag verschoben. "Speziell am Schanzentisch und am Vorbau waren die Winde zu stark", sagte Walter Hofer, Renndirektor des internationalen Ski-Verbandes FIS. Der Wettkampf soll wie geplant ab 13.45 Uhr über die Bühne gehen, wird jedoch nicht im K.o.-Modus ausgetragen.

"Es hätte keinen Sinn gemacht"

"Jeder ist froh, dass er heute nicht springen musste. Es hätte überhaupt keinen Sinn gemacht", begrüßte Michael Neumayer die Entscheidung der Jury. Der Berchtesgadener, als Fünfter der Gesamtwertung bester Deutscher, nutzte die Freizeit wie seine Teamkollegen individuell.

Nachdem das Training um eine Stunde verschoben worden war, gab die Jury zunächst Grünes Licht. Nach 24 Athleten, darunter die Deutschen Felix Schoft (Partenkirchen) und Severin Freund (Rastbüchl), siegte auf Drängen der Trainer jedoch die Vernunft.

Bereits auf der zweiten Station in Garmisch-Partenkirchen hatte das Wetter den Springern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Silvestertag war die Qualifikation wegen des zu starken Windes abgebrochen und direkt vor dem Neujahrsspringen nachgeholt worden.

Fans fiebern Dreikampf entgegen 

Unterdessen fiebern die Fans dem Dreikampf um den Tourneesieg zwischen den Österreichern Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern sowie dem Finnen Janne Ahonen entgegen.

Bis zum Mittwoch waren bereits 15.000 der 21.000 Tickets für das Springen am Bergisel verkauft worden. "So gut war der Vorverkauf seit der Hannawald-Ära nicht mehr", sagte der Innsbrucker OK-Chef Alfons Schranz.

In der Gesamtwertung liegt Schlierenzauer mit 555,1 Punkten knapp vor Morgenstern (551,9) und Ahonen (551,7). Der Finne hat die Traditionsveranstaltung wie Jens Weißflog bisher viermal gewonnen und würde mit dem fünften Sieg zum alleinigen Rekordhalter avancieren.

"Die Österreicher springen sehr, sehr gut, aber sie sind auch zu schlagen. Ahonen gehört für mich nach wie vor zu den Favoriten", sagte Bundestrainer Peter Rohwein.

Positiver Schub durch Neumayer 

Er hofft, dass sich sein Team im Sog des überraschend starken Neumayers steigert. "Ich denke, der Erfolg von Michael hilft den anderen, wieder an sich zu glauben", erklärte Rohwein.

Seinem neuen Vorzeigespringer traut er im weiteren Tourneeverlauf noch einiges zu. "Ich würde nicht sagen, dass der dritte Platz beim Neujahrsspringen ein Einzelergebnis war. Er hat an sich gearbeitet und die Defizite im Flug-System und bei der Landung abgebaut. Deshalb bekommt er jetzt auch bessere Haltungsnoten. Warum soll er also nicht öfter vorne reinspringen. Ich denke, dies wird ihm in dieser Saison noch öfter gelingen, auch wenn man das nicht erwarten darf", erklärte der Coach.

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