Donnerstag, 03.01.2008

Biathlon

Nach Grippe: Neuner greift wieder an

Oberhof - Im Vorjahr gewann sie das erste Rennen des Jahres, diesmal ist sie nur Zuhörerin.

Magdalena, Neuner
© Getty

Via Autoradio will Magdalena Neuner den Jahresauftakt mit dem Staffelrennen beim Biathlon-Weltcup in Oberhof (17.20 Uhr im SPOX-LIVE-TICKER) verfolgen - das aber ganz ohne Wehmut.

Denn nach einem überstandenen Infekt nutzte sie die zwei Tage längere Pause zum intensiven Training. "Deshalb habe ich Bundestrainer Uwe Müssiggang auch gebeten, dass ich auf die Staffel verzichten kann", begründete die deutsche Sportlerin des Jahres ihre verspätete Anreise nach Oberhof.

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Am Sonntag nach der Ehrung, die sie die "größte Auszeichnung, die man als deutscher Sportler erhalten kann" nannte, wachte Neuner mit Husten und Schnupfen auf. "Das hielt über die Weihnachtstage an. Mir ging's richtig schlecht. Aber besser jetzt, als bei den anstehenden Weltcups. Ich musste komplett pausieren und konnte mir die Trophäe, die bei mir im Wohnzimmer steht, ausgiebig ansehen und mir zusätzliche Motivation holen."

Comeback am Samstag

Am Samstag will die dreimalige Weltmeisterin von Antholz im Sprintrennen von Oberhof wieder ins Wettkampf-Geschehen eingreifen.

"Natürlich habe ich die Erinnerung an 2007 im Hinterkopf, als ich im Sprint meinen ersten Weltcupsieg feiern konnte. Klar hoffe ich auf ein ähnliches Resultat, doch nach der Erkältung muss man abwarten, wage ich keine Prognose", betonte Neuner. "Eines kann ich aber versprechen: Ich werde mein Bestes geben."

Steigerung im Schießen

Nach der Krankheits-Pause und dem mehr auf Ausdauer ausgerichteten Aufbautraining kann sie ihre Form schwer einschätzen. "Ich habe gut und in Ruhe mit meinem Heim-Trainer Bernhard Kröll trainiert. Allerdings habe ich keine schnellen Einheiten gemacht. Bei minus 23 Grad Celsius wäre das auch nicht gesund gewesen. Mal schauen, wie's in Oberhof geht. Am Schießstand habe ich zuletzt richtig gut getroffen", äußerte sie sich trotz allem optimistisch.

Nachdem Magdalena Neuer erstmals in ihrer Karriere in den Dezember-Weltcups auf das Podest gelaufen war, sah sie sich auf einem guten Weg. "Ich habe im Sommer mehr als je zuvor trainiert, werde als junge Athletin das Pensum auch in den kommenden Jahren noch steigern", kündigte sie an.

WM im Visier 

Ihre Planung für diese Saison ist voll auf die Weltmeisterschaften im Februar in Östersund ausgerichtet. "Dort möchte ich eine Medaille", betonte sie.

"Von einer Supersaison würde ich sprechen, wenn ich neben der WM-Medaille noch das eine oder andere Weltcup-Rennen im Winter gewinnen könnte und in der Saisonwertung unter den ersten Sieben landen würde", beschrieb sie ihre Hoffnung für ihre zweite Saison bei den Frauen.


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