Eisschnelllauf

Insektenstich stoppt Friesinger

SID
Mittwoch, 02.01.2008 | 13:15 Uhr
Anni Friesinger
© Getty
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Inzell - Nach den Absagen von Anni Friesinger und Daniela Anschütz-Thoms drohen die Deutschen Meisterschaften in Inzell zu einer Farce zu werden.

Titelverteidigerin Friesinger muss wegen eines entzündeten Insektenstiches am rechten Oberschenkel auf den geplanten Start im Sprint-Vierkampf verzichten.

"Die Entzündung hat etwa die Größe eines Diskus", berichtete Trainer Gianni Romme. Am Morgen setzte Teamarzt Karlheinz Zeilberger ein Stoppzeichen, weil die Infektion umgehend mit Antibiotika behandelt werden muss.

"Ich bin furchtbar traurig"

"Ich bin furchtbar traurig, dass ich hier vor meinen Fans nicht laufen kann. Ich bin in ausgezeichneter Form. Aber mit einer Antibiotika-Behandlung ist ein Start nicht möglich", bedauerte Anni Friesinger.

Nachdem zuvor schon Claudia Pechstein (Berlin) wegen eines Trainingslagers in Norwegen die Mehrkampf-Meisterschaft abgesagt hatte, wird auch Daniela Anschütz-Thoms aus Erfurt nicht um den Titel streiten.

Die dritte Läuferin aus dem goldenen Olympia-Trio von Turin leidet noch unter den Nachwirkungen einer Virus-Infektion und dreht daher nur einige Trainingsrunden auf ihrer Heimatbahn in Erfurt, um sich auf die Mehrkampf-Europameisterschaften eine Woche später im russischen Kolomna vorzubereiten.

Nicht verzweifelt 

Anni Friesinger, die Topfavoritin für die Sprint- Weltmeisterschaften am 19./20. Januar in Heerenveen, hofft nun, dass sie nach drei, vier Tagen wieder ins Training einsteigen kann.

"Am Wochenende ist nur ein bisschen Laufen und Radtraining möglich. Wir müssen vorsichtig sein, eine solche Infektion kann das gesamte Immunsystem angreifen", meinte Gianni Romme und fügte hinzu: "Aber wir sind jetzt nicht am Verzweifeln und haken die WM ab. Normalerweise wird alles gut und wir können am Montag nach Collalbo ins Trainingscamp fahren."

Der Niederländer ist sicher, dass sich sein Schützling den Insektenbiss schon beim Radtraining vor Weihnachten auf Lanzarote zugezogen hat. "In Inzell sind zur Zeit minus 18 Grad, da können kaum solche Insekten überleben", meinte der Doppel-Olympiasieger von Nagano 1998.

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