Montag, 28.01.2008

Tops und Flops vom Wochenende

Diät-Tipps für Super-Raab

München - Stefan Raab ist schon ein sportliches Kerlchen. Ob "Schlag den Raab", "Wok-WM" oder Prügeleien mit Regina Halmich: Raab ist sich für nichts zu schade - und macht auch noch meistens eine ganz ordentliche Figur.

raab, stefan, superman
© Imago

Außer vielleicht beim Skispringen. Einmal hat er es probiert, herausgekommen ist dabei nix. Warum? Klar, Raabs Killerplauze hat einfach keine guten Flugeigenschaften.

Was Raab ausprobieren könnte, um eine Skispringer-Figur zu bekommen, warum Sigi Heinrich beim Eiskunstlaufen kurz vor dem Herzinfarkt war und wie eine Liebeserklärung an Magdalena Neuner klingt - die Tops und Flops des Wochenendes.

+ Richtige Ernährung

Skispringer sind ja ziemliche Würstchen. Gerade mal 60 Kilo bringt beispielsweise Michael Neumayer auf die Waage - bei einer Größe von 1,80. Muss wohl allerdings auch sein, wie sonst könnten die Ski-Adler regelmäßig über 130 Meter segeln? Man stelle sich nur vor, so eine kleine, dicke Pflunze stellt sich auf Skier und geht über den Backen. Stefan Raab hat das mal versucht. Sieht witzig aus, geht aber eben nicht weit. Also ist doch eher hungern angesagt, wenn man im Skispringen was erreichen will. Oder eben einfach gut ernähren. So wie Adam Malysz beispielsweise. Der Pole isst nämlich am liebsten Bananen. Und zwar in kleine Stücke geschnitten - als Belag auf einer Scheibe Schwarzbrot. Aber immerhin mit ordentlich Butter druff. Man will ja schließlich nicht vom Fleisch fallen!

- Faulheit und andere Skandälchen

Sigi Heinrich ist Kommentator bei Eurosport - und er ist ein emotionaler Typ. "Ich trage mein Herz auf der Zunge", kann man ihm in den Mund legen, ohne ihm Unrecht zu tun. Umso mehr regt er sich auf, wenn anderen Unrecht geschieht. Entsprechend fix und fertig war der arme Sigi nach der Kür der Eistänzer bei der EM in Zagreb. Die Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin hatten Gold gewonnen, obwohl sie nach Meinung aller, nicht nur nach der von Sigi Heinrich, klar schlechter waren als die Franzosen Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder. Eine technische Kontrolleurin, die den Schwierigkeitsgrad jedes Vortrags festlegt, hatte entweder geschummelt oder Tomaten auf den Augen. So holten die Franzosen nur Silber, was zwar ärgerlich, aber auch noch okay war. Ganz und gar nicht okay fand der deutsche Verbandschef Platz zwölf von Annette Dytrt bei den Frauen. "Sie hat ja nicht einmal gekämpft", schimpfte Udo Dönsdorf nach der missglückten Kür der 20-Jährigen. Dabei könnte Dytrt es doch eigentlich viel besser. "Ich könnte Trainingweltmeisterin werden, so gut klappt bei mir immer alles vor den Wettkämpfen." Vielleicht sollte Herr Dönsdorf das nächste Mal einfach nur zum Training gehen und beim Wettkampf zu Hause bleiben. Ist besser für die Nerven.

+ What on Earth is hier los?

In Anlehnung an einen seiner größten Hits mit dem schönen Namen "What on Earth is Jagertee?" hat sich Ösi-Punk Rainer Schönfelder am Wochenende in Chamonix nach Platz vier in der Abfahrt sicher gefragt: "What on Earth is hier los?". Schönfelder ist nämlich eigentlich nicht nur ein sympathischer Chaot (was sein zweiter Chart-Hit "What the Hell is Schifoan?" unterstreicht), er ist auch Slalom-Spezialist. Und als solcher hatte er vor diesem Wochenende noch niemals auch nur einen einzigen Weltcup-Punkt in der Abfahrt geholt.

+ Falscher Ehrgeiz

Magdalena Neuner kann man eigentlich nicht nicht gut finden. Die 20-Jährige ist klug, erfolgreich und sieht noch dazu gut aus. Seit über einem Jahr ist Neuner nun schon das Aushängeschild des deutschen Biathlon-Teams, weil sie ganz einfach schneller läuft als der Rest. Wenn sie dann tatsächlich auch mal was trifft, heißt die Siegerin eben Magdalena Neuner. Auch an diesem Wochenende gewann sie, dieses Mal allerdings bei den Junioren. Klar, sie darf dort noch immer starten, und herzlichen Glückwunsch zu den verdienten zwei WM-Titeln. Doch eigentlich wollten wir auch mal sehen, ob es da vielleicht noch mehr kleine, kluge, erfolgreiche und hübsche Lenas gibt.

Daniel Börlein / Alexander Mey

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