Kolumne von Alexander Herr

"Vielleicht gelingt der Riesencoup"

SID
Mittwoch, 02.01.2008 | 10:28 Uhr
Michael Neumayer, Garmisch, Vierschanzentournee
© Getty
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Besser hätte das Neujahrsspringen auf der neuen Garmischer Schanze nicht sein können. Das Skisprungjahr konnte mit Kaiserwetter und einem tollen Wettkampf ins Jahr 2008 starten.

Aus Experten-Sicht war es ein sehr fairer Wettkampf, wie man ihn sehr selten erlebt. Doch auch bei einem solch fairen Wettkampf sind kleinste Windunterschiede in dem aktuell starken und kompakten Springerfeld noch von wesentlicher Bedeutung.

Dies konnte man insbesondere bei den Besten beobachten. Janne Ahonen hat sicherlich zwei Topsprünge gezeigt, wobei er, ähnlich wie Gregor Schlierenzauer im zweiten Sprung, von geringerem Rückenwind im letzten Flugabschnitt begünstigt wurde. Doch mit Schlierenzauer hatte der Wettkampf einen würdigen Sieger, der für diese modernen Anlagen über eine prädestinierte Technik verfügt und diese auch ausspielte.

"Herzlichen Glückwunsch, Michi!"

Sensationell war natürlich der dritte Platz von Michael Neumayer, der mit zwei sehr guten Sprüngen seine konstante Form im bisherigen Saisonverlauf mit seinem ersten Podiumsplatz im Weltcup bestätigt hat. Michael war schon immer ein Kämpfer und hat auch in der Vergangenheit fast alles versucht, um besser zu werden.

Dies hat ihm sicherlich auch in seiner Verletzungsphase geholfen, sein Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Mit solch einem Athleten freuen sich dann natürlich alle anderen umso mehr. Herzlichen Glückwunsch, Michi!

Rückschritt beim Rest der Deutschen

Doch das Ergebnis des restlichen Deutschen Teams war nach Oberstdorf eher wieder ein kleiner Rückschritt. Auch dass kein junger Athlet aus der Nationalen Gruppe sich annähernd im Weltcuppunktebereich anbietet, ist schon ziemlich beunruhigend.

Michael Uhrmann macht eine harte Tournee durch, die ihn sicherlich einiges an mentaler Substanz kostet. Denn obwohl er immer versucht tiefzustapeln, hat er sich ganz gewiss mehr für die Tournee ausgerechnet, vor allen Dingen nach dem sechsten Platz in Engelberg. Aber er kann im Laufe der Saison sicherlich wieder zu seiner alten Form finden.

Nichts ist klar

Die Gesamtwertung ist im Moment ein klarer Dreikampf, doch bei der Vierschanzentournee ist nichts klar! Wir haben gerade mal Halbzeit und an den beiden nächsten Stationen kann sich noch viel ändern.

Sicherlich haben sich die Favoriten herauskristallisiert, aber wie schon gesagt, es ist nicht immer alles so klar bei der Tournee und vielleicht gelingt ja Michael Neumayer ein Riesencoup. Mit dem Selbstvertrauen, das er im Moment nach seinen Sprüngen demonstriert, könnte einiges drin sein.

Morgen haben die Athleten ihren Ruhetag, was nicht immer heißt, dass dieser ruhig abläuft. Die Spannung ist ständig vorhanden, da man doch immer wieder schon an die beiden letzten Wettkämpfe denkt. Hinzu kommt noch die kurze Fahrt nach Innsbruck, ein bis zwei lockere Trainingseinheiten und für die einen oder anderen Interview-Termine.

Meine kurze Vorschau auf Innsbruck sieht so aus:

Die Österreicher werden jetzt natürlich noch motivierter sein, ihre Dominanz auch im eigenen Land erneut zu demonstrieren. Der ruhige Janne Ahonen wird erneut seine Leistung souverän abrufen und Michael Neumayer wird alles daran setzten, seine Position in der Tourneewertung zu verteidigen, oder möglicherweise versuchen, den Favoriten einen Streich zu spielen.

Bis bald!

Und immer schön am Boden bleiben.

Euer

Alexander Herr

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