Nach seinem Horrorsturz

Weltcup-Saison für Svindal beendet

SID
Montag, 03.12.2007 | 14:52 Uhr
Ski Alpin, Svindal
© Getty
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Beaver Creek - Für Gesamtweltcupsieger Aksel Lund Svindal ist die alpine Ski-Weltcup-Saison nach seinem schweren Trainingssturz beim Abfahrtstraining im amerikanischen Beaver Creek zu Ende.

Der Doppel-Weltmeister ist zwar auf dem Weg der Besserung, doch an ein Comeback in der laufenden Saison ist für den Topfavoriten auf den Gesamtsieg nicht mehr zu denken. Wie Teamarzt Ola Ronsen der Nachrichtenagentur "NTB" in Oslo mitteilte, sei völlig sicher, dass die Saison für den 24-Jährigen beendet ist.

Ursache für das Weltcup-Aus dürfte die Unterleibsverletzung Svindals sein, deren Diagnose nach wie vor noch nicht genau bekannt ist. Sinvdal hatte sich in der vergangenen Woche bei einem Trainingssturz mehrere Knochenbrüche im Gesicht und eine große Fleischwunde in der Leistengegend oder am Gesäß zugezogen. Möglicherweise wurden dabei tiefer liegende Strukturen verletzt.

Haufenweise Genesungswünsche 

Vorjahressieger Svindal, der mit zwei Saisonsiegen gestartet und Topfavorit für die Gesamtwertung war, sollte zu Wochenbeginn zunächst weiter auf der Intensivstation bleiben. Der Heilungsverlauf sei im normalen Bereich, sagte Ronsen, der keine Angaben zur diagnostizierten Verletzung des prominenten Patienten machte.

Von den Ski-Kollegen gab es jede Menge Genesungswünsche für den im US-Bundesstaat Colorado vier Stunden lang operierten Svindal, der von seinem Nationalteam im Krankenhaus besucht wurde. "Er wird dem Skisport fehlen. Er ist wahnsinnig nett", sagte der Partenkirchener Felix Neureuther über den Topfavoriten auf den Gesamtsieg.

Forderung nach Schutzanzug 

"Aksel wäre unschlagbar in diesem Winter gewesen. Ich wünsche ihm sehr, dass er bald zurückkommt." Der nach einem Motorradunfall selbst lange verletzte österreichische Skistar Hermann Maier bedauerte den Ausfall Svindals: "Das ist sehr tragisch, wenn man in so einer Bombenform ist."

Ronsen erwartet, dass Svindal mindestens noch eine Woche im Krankenhaus bleibt. "Es würde uns freuen, wenn er am Ende der Woche heimreisen könnte. Aber wir werden das Entlassungsdatum nicht forcieren", sagte der norwegische Arzt.

Seit der Verletzung von Svindal wird wieder mehr über die Sicherheit der Athleten diskutiert. Ronsen machte sich für die Einführung eines Schutzanzuges stark. "Ich wünsche mir einen Dress, der die Pulsadern in den Leisten, Achselhöhlen und auch am Hals schützt", sagte der Mediziner.

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