Eisschnelllauf

"Vergessener" Weltrekord: Wolf mit Sprint-Knaller

SID
Montag, 17.12.2007 | 13:05 Uhr
Jenny Wolf
© Getty
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Erfurt - Der Hallensprecher feierte den Weltrekord von Jenny Wolf schlicht als Bahnrekord, nur Insider unter den Zuschauern waren sich der großen Premiere bewusst.

Wolf hatte in 10,22 Sekunden über 100 Meter für die erste Weltbestmarke überhaupt in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle von Erfurt gesorgt und die Tür zu einer neuen Dimension im Eisschnelllauf aufgestoßen.

"Das war natürlich der Knaller. Ein prima Abschluss des Jahres", meinte Wolf, die schon nach dem Blick auf die Anzeigetafel einen Jubelschrei ausstieß. Um 6/100 Sekunden hatte sie ihren eigenen Rekord vom 4. März dieses Jahres im nichtolympischen Supersprint verbessert und damit unter Beweis gestellt, warum sie auch über 500 Meter derzeit kaum zu schlagen ist.

"Sie ist einfach eine Edelsprinterin. Was sie über 100 und 500 Meter leistet, ist fantastisch", lobte auch Anni Friesinger, die über 500 m gegen die Weltmeisterin aus der Hauptstadt derzeit chancenlos ist.

"Seit März flutscht es bei mir"

"Seit dem WM-Titel und dem 500-Meter-Weltrekord von Salt Lake City im März flutscht es bei mir wie nie zuvor. Ich habe da einen unheimlichen Motivationsschub erhalten", meinte die schnellste Frau auf dem Eis.

Sechs Siege in acht 500-m-Weltcup-Rennen und die erneute Verbesserung ihres Weltrekords auf 37,02 Sekunden in Calgary sind für die 28 Jahre alte Literaturstudentin mehr als ein Trost für die mangelnde Anerkennung ihrer zweiten Spezialdisziplin über 100 Meter.

"Ich hoffe nur, dass diese Strecke auch irgendwann mal WM-Disziplin wird und der Weltrekord dann nicht mehr übersehen wird", bedauerte sie nach ihrem Turbo-Start von Erfurt.

Vor dem Weihnachtsfest warten harte Trainingseinheiten 

Eigentlich war der Weltrekord längst überfällig, denn bei 500-m- Rennen auf der Hochgebirgsbahn von Calgary hatte sie im November als Durchgangzeit sogar schon fantastische 10,13 Sekunden geschafft und damit ihre weiter verbesserte Reaktionszeit nach dem Startschuss unter Beweis gestellt.

Vor dem Weihnachtsfest warten auf Jenny Wolf nun noch harte Trainingseinheiten. "Es wird Zeit, dass wir nach den vielen Wettkämpfen der zurückliegenden Wochen endlich mal wieder etwas für die Grundlagen tun", sagte Trainer Thomas Schubert.

Während sich andere deutsche Eis-Stars wie Claudia Pechstein auf Mallorca und Anni Friesinger auf Lanzarote in der Sonne tummeln, dreht Jenny Wolf an jener Stätte ihre Runden, an der sie schon seit 20 Jahren zu Hause ist: im Sportforum Hohenschönhausen.

Friesinger lädt die Akkus auf 

Anni Friesinger, die die 500-m-Überfliegerin aufgrund deren 1000-m-Rückstands nicht als erste Konkurrenz für die Sprint-WM am 19./20. Januar in Heerenveen ansieht, will auf der Kanaren-Insel vor allem den Akku aufladen.

"Ich packe die Pudelmütze aus und den Bikini in den Koffer. Diese Woche will ich beim Radtraining den Akku wieder aufladen", meinte die zweite deutsche Seriensiegerin der Saison.

"Und danach möchte ich Weihnachten und den Jahreswechsel in meiner Wahlheimat Salzburg genießen", kündigte Friesinger an. Bei den deutschen Meisterschaften im Sprint-Vierkampf Anfang Januar in Inzell folgt das nächste Aufeinandertreffen der besten 500-m-Sprinterin und der besten 1000-m-Läuferin dieses Winters.

Fehlen wird beim Titelkampf der Allrounder Claudia Pechstein, die mit ihren norwegischen Lauf-Partnern im Trainingslager weilt. Das bestätigte ihr Manager Ralf Grengel.

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