Lange gewinnt Weltcup-Auftakt im Zweierbob

SID
Samstag, 01.12.2007 | 12:49 Uhr
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Calgary - Andre Lange hat gleich zum Saisonauftakt die Konkurrenz in die Schranken verwiesen. Der Oberhofer dominierte im kanadischen Calgary den Zweierbob-Weltcup und holte seinen insgesamt 15. Sieg im kleinen Schlitten.

Mit Anschieber Kevin Kuske erreichte er zwei Laufbestzeiten und verwies in 1:50,68 Minuten den Amerikaner Steven Holcomb und den Österreicher Wolfgang Stampfer auf die Plätze. Bei den Frauen musste sich Olympiasiegerin und Weltmeisterin Sandra Kiriasis (Winterberg) mit Rang drei hinter der Lokalmatadorin Helen Upperton und der Oberbärenburgerin Cathleen Martini begnügen.

 

"Da haben wir erst einmal eine Hausmarke gesetzt und die Hackordnung hergestellt. Beim ersten Weltcup weiß man ja nie genau, wo man steht", meinte Cheftrainer Raimund Bethge zum insgesamt 35. Weltcup-Erfolg des Thüringers Lange. Auf der Olympia-Bahn von 1988, die in Fachkreisen wegen ihrer hohen Geschwindigkeit und fehlenden Schwierigkeiten auch "Autobahn" genannt wird, ließ das Weltmeister-Duo Lange/Kuske nichts anbrennen.

Mit je zwei Startbestzeiten (5,17/5,23 Sekunden) untermauerten sie ihre absolute Ausnahmeposition und ließen selbst Lokalmatador und Altmeister Pierre Lueders, der mit dem bärenstarken Lascelles Brown (5,22/5,24) am Start oft das Maß der Dinge ist, alt aussehen.

Vier Hundertstel haben gefehlt 

Aber auch der Riesaer Thomas Florschütz, der mit Anschieber Mirko Pätzold als Vierter nur knapp das Podium verpasste, bestätigte seinen Aufwärtstrend in die Weltspitze. "Vier Hundertstel fehlten für Platz drei, das kann sich doch sehen lassen. Doch vierte Plätze hatten wir im vergangenen Jahr genug, daher muss es jetzt endlich mal mit dem Podest klappen", meinte Riesas Trainer Gerd Leopold. Karl Angerer aus Königssee fuhr mit seinem neuen Bremser Mark Kühne auf den siebten Rang.

Bei den Frauen musste Favoritin Sandra Kiriasis, die den Gesamt- Weltcup zuletzt fünf Mal hintereinander gewann, mit Platz drei einen kleinen Dämpfer zum Auftakt hinnehmen.

Heißer Kampf im Eiskanal 

Allerdings hatte sie mit Berit Wiacker nicht ihre stärkste Anschieberin an Bord. Den WM- und EM-Titel im vergangenen Winter gewann sie mit der explosiven Diskuswerferin Romy Logsch aus Leipzig.

Immerhin hatte Kiriasis so am Start schon über ein Zehntel Rückstand. Lokalmatadorin Helen Upperton lieferte sich mit der WM-Zweiten Cathleen Martini einen heißen Kampf. Nach dem ersten Rennen lagen beide zeitgleich vorne. Doch mit einer Startzeit von 5,85 Sekunden und somit 6/100 Sekunden Rückstand auf die Kanadierinnen reichte es auf der Hochgeschwindigkeitsbahn nicht zum Sieg für die Sächsin. Das Oberhofer Duo Claudia Schramm/Nicole Herschmann kam auf Platz sechs.

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