Vor der 56. Vierschanzentournee

Geblieben ist nur Martin Schmitt

Von Daniel Börlein
Samstag, 29.12.2007 | 17:20 Uhr
Martin Schmitt
© Getty
Advertisement
WTA Championship Women Single
WTA Finals Singapur: Tag 2
NBA
Warriors @ Mavericks
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 3
Basketball Champions League
Ludwigsburg -
Neptunas
Basketball Champions League
Bonn -
Nymburk
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 4
Basketball Champions League
Olimpija -
Bayreuth
Basketball Champions League
Oldenburg -
Karsiyaka
NBA
Pacers @ Thunder
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 5
European Championship
European Darts Championship: Tag 1
NBA
Celtics @ Bucks
NHL
Stars @ Oilers
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Viertelfinale
European Championship
European Darts Championship: Tag 2 -
Session 1
European Championship
European Darts Championship: Tag 2 -
Session 2
Pro14
Connacht -
Munster
Premiership
Sale -
Exeter
NBA
Thunder @ Timberwolves
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Halbfinale
European Championship
European Darts Championship: Tag 3
NBA
Cavaliers @ Pelicans
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Finale
European Championship
European Darts Championship: Tag 4 -
Session 1
BSL
Galatasaray -
Fenerbahce
Premiership
Bath – Gloucester
ACB
Valencia -
Gran Canaria
European Championship
European Darts Championship: Tag 4 -
Session 2
NBA
Spurs @ Pacers
NHL
Ducks @ Hurricanes
NHL
Bruins @ Blue Jackets
NBA
Spurs @ Celtics
Basketball Champions League
Aris -
Bonn
Champions Hockey League
Mannheim -
Brynäs
Champions Hockey League
Bern -
München
NBA
Thunder @ Bucks
Basketball Champions League
Ventspils -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Banvit -
Bayreuth
Basketball Champions League
EWE Baskets -
Murcia
NBA
Bulls @ Heat
NBA
Warriors @ Spurs
World Series of Darts
World Series of Darts Finals -
Tag 1
NBA
Cavaliers @ Wizards
ACB
Malaga -
Saski-Baskonia
NHL
Canadiens @ Blackhawks

München - Es gibt Sportarten, die funktionieren bei der breiten Masse nur, wenn echte Typen mitwirken. Herausragende Athleten, die auch abseits der Wettkämpfe etwas hermachen. Helden eben.

Im Tennis war das beispielsweise so, mit Boris Becker und Steffi Graf. Auch der Radsport interessierte die Menschen erst, als plötzlich der junge Jan Ullrich schneller in die Pedale trat, als alle anderen.

Im Skispringen war dieses Phänomen ebenfalls zu beobachten. Zunächst begeisterte ein junger Schwarzwälder namens Martin Schmitt die Massen, kurz darauf setzte Sven Hannawald noch mal einen drauf. Skispringen war plötzlich Volkssport. 15 Millionen Zuschauer lockten die deutschen Adler zur Hoch-Zeit mit Hilfe von "RTL" vor die Bildschirme.

"Er ist nicht mehr Weltklasse"

Von den 15 Millionen sind nicht mehr viel da, "RTL" und Hannawald sind auch weg. Geblieben ist nur: Martin Schmitt. Aus dem jungen Schwarzwälder von damals ist mittlerweile der Routinier des deutschen Teams geworden. Die Massen begeistert Schmitt allerdings nicht mehr.

"Er ist nicht mehr Weltklasse", war zuletzt sogar aus der DSV-Verbandsspitze zu vernehmen. Schon lange nicht mehr, ist man geneigt hinzuzufügen. Der letzte der 28 Weltcuperfolge des 29-Jährigen datiert vom 1. März 2002.

Seither kämpft Schmitt um die Rückkehr in die Weltspitze. "Jetzt habe ich ein gutes Gefühl", sagt er dann vor jeder Saison, oder: "Mein Leistungsvermögen wird von Sprung zu Sprung besser." Ergebnisse lässt Schmitt seinen Ankündigungen aber nur sehr selten folgen.

Sieg im Continental-Cup

Hinwerfen will der viermalige Weltmeister allerdings nicht. "Ich habe ihn auch schon gefragt, warum er weiter springt. Er braucht sich schließlich nichts mehr zu beweisen", sagte DSV-Sportdirektor Rudi Tusch jüngst in "Bild". "Seine Antwort ist immer die gleiche: 'Ich habe Freude am Springen.'"

Grund zur Freude hatte Schmitt vergangene Woche, als er immerhin das Continental-Cup-Springen in Garmisch gewann. "Da hat er mal wieder übers ganze Gesicht gestrahlt", verriet sein Heimtrainer Stefan Horngacher, der von einer Rückkehr seines Schützlings nach ganz vorne überzeugt ist: "Wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass er wieder an die Weltspitze kommen könnte, würde ich ihn nicht trainieren."

"Drei gute Jahre reichen"

Mit 29 Jahren gehört Schmitt mittlerweile allerdings schon zum alten Eisen im Skisprungzirkus. In diesem Alter nochmals durchzustarten ist bislang kaum einem Springer gelungen.

"Wenn ich wie Schmitt zwei Mal den Gesamtweltcup gewinne und vier Mal Weltmeister werde, kann ich auch zufrieden sein. Dann reichen mir drei gute Jahre", sagte der bisherige Überflieger der Saison, Thomas Morgenstern, in der "SZ".

Schmitt reicht das offenbar nicht, er will zurück. "So ein Kämpferherz findet man nicht immer", sagt ÖSV-Youngster Gregor Schlierenzauer. "Da ist er auf jeden Fall ein Vorbild." Immerhin.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung