Blutbild-Vergleich: Eisschnelllauf relativ sauber

SID
Freitag, 26.10.2007 | 12:59 Uhr
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Erfurt - Eisschnelllauf ist nach Auffassung von Professor Harm Kuipers von der Universität Maastricht ein "relativ sauberer Sport".

Der Niederländer, der 1975 in Oslo Mehrkampf-Weltmeister war und seit Jahren der Medizinischen Kommission des Weltverband ISU angehört, hat in den zurückliegenden Monaten die Blutbilder sämtlicher Weltcup-Starter im Eisschnelllauf in den Jahren 2000 bis 2006 analysiert.

Diese Analyse ergab, dass es bei Eisschnellläufern im Gegensatz zu anderen Sportarten kaum Unterschiede bei den Blutbildern zwischen Topathleten und durchschnittlichen Läufern gab.

Nur zwei Fälle bekannt

"Durch die längerfristigen Vergleiche wären sofort Auffälligkeiten festzustellen, falls ein Athlet Dopingpräparate zu sich nehmen würde. Ich bin überzeugt, dass meine Athleten ihre Weltrekorde ohne die Einnahme von verbotenen Mitteln erzielt haben", versicherte der deutsche Herren-Trainer Bart Schouten, der in früheren Jahren unter anderen die amerikanischen Olympiasieger Derek Parra und Chad Hedrick zu Weltrekorden geführt hatte.

Im vergangenen Jahrzehnt waren im internationalen Eisschnelllauf nur zwei Fälle von Anabolika-Doping bekannt geworden. Die Russin Swetlana Fedotkina war 1996 gesperrt worden, die Weißrussin Anzhelika Kotjuga 2005 vom Wettkampfsport suspendiert worden.

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