Bundestrainer geht überraschend

DVV trennt sich von Guidetti

SID
Freitag, 09.01.2015 | 15:54 Uhr
Giovanni Guidettiund der DVV gehen ab sofort getrennte Wege
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
DiLive
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles: Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles: Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles: Tag 3
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles: Tag 4
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
Boodles Challenge
Sa14:00
The Boodles: Tag 5
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles
National Rugby League
Sa11:30
Storm -
Eels

Erfolgscoach Giovanni Guidetti ist nicht mehr Bundestrainer der deutschen Volleyballerinnen. Wie der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) am Freitag überraschend mitteilte, habe man sich in beiderseitigem Einvernehmen vom Italiener getrennt.

Damit zog der DVV "die Konsequenzen aus dem Vertrauensverlust zwischen der Mannschaft und dem Bundestrainer nach der WM 2014 in Italien". Guidetti war seit 2006 Bundestrainer der deutschen Frauen und führte diese zu mehreren großen Erfolgen, zuletzt gelang zweimal in Folge der Gewinn der EM-Silbermedaille.

Noch im Oktober hatte man sich darauf geeinigt, dass der 42-Jährige aus Modena die Mannschaft zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro führe. "Er hat uns sein Wort gegeben, das Team bis 2016 zu trainieren, er hat mir in einem persönlichen Gespräch noch einmal ausdrücklich bekräftigt, dass er dazu steht", hatte DVV-Präsident Thomas Krohne damals erleichtert mitgeteilt.

Auslöser für die unerwartete Trennung war offenbar die Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Dazu erklärte DVV-Präsident Thomas Krohne: "Nach der WM 2014, die sportlich durchaus zufriedenstellend gelaufen ist und in der wir uns mit neuen Spielerinnen respektabel geschlagen haben, hat es dessen ungeachtet einen Vertrauensverlust zwischen Mannschaft und Trainer gegeben, der auch in verschiedenen Gesprächen nicht ganz auszuräumen war."

"Keine Kompromisse gesehen"

Dem Projekt Olympia stand aber nicht nur das gestörte Verhältnis Guidettis zu den Spielerinnen, sondern auch dessen Doppelfunktion als Klubtrainer des letztjährigen Champions-League-Gewinners Vakifbank Istanbul im Weg. Dazu erklärte Krohne: Aufgrund der sich aktuell vollziehenden Verjüngung der Mannschaft und der damit verbundenen Aufbauarbeit mit neuen Spielerinnen gibt es zudem erhöhte zeitliche Erwartungen an Giovanni Guidetti."

Guidettis Verfügbarkeit durch seine Aufgabe als Trainer des europäischen Spitzenklubs Istanbul ist jedoch begrenzt. "Wir haben in diesen Themen keine Möglichkeit zu Kompromissen gesehen, da damit die Themen lediglich in die Länge gezogen und nicht gelöst worden wären. Insofern ist die Trennung alternativlos und richtig und wird in aller Freundschaft und gegenseitigem Respekt vollzogen", so Krohne weiter.

"Er bedauert die aktuelle Entwicklung"

Der DVV wird nun "eine zeitnahe Nachfolgeregelung anstreben, hierzu seien bereits erste Gespräche mit geeigneten Kandidaten aufgenommen worden", teilte der DVV mit. Guidetti bedankte sich laut Mitteilung beim DVV für die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten mehr als acht Jahren.

"Er bedauerte die aktuellen Entwicklungen und betonte, dass die gemeinsam beschlossenen Trennung die richtige Entscheidung sei, um nun den Weg für einen schnellen Neuanfang freizumachen", heißt es dort.

Das diesjährige Spielprogramm der Frauen-Nationalmannschaft startet im Frühsommer unter anderem mit den Europaspielen in Baku/Aserbaidschan (12. bis 28. Juni), dem Grand Prix (3. bis 26. Juli) und der EM-Endrunde in Belgien und den Niederlanden (26. September bis 4. Oktober).

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung