Freitag, 28.02.2014

DVV-Pokalfinale in Halle

Günthör greift nach sechstem Titel

Max Günthör ist ein alter Hase. Schon sieben Mal stand der Volleyball-Nationalspieler im DVV-Pokalfinale im westfälischen Halle - trotzdem kribbelt es wie beim ersten Mal. "Von Alltag oder Gewohnheit kann man mit Sicherheit nicht reden, das Pokalfinale ist auch nach Jahren mit großer Anspannung verbunden", sagt der Mittelblocker.

Max Günthör (r.) greift im DVV-Pokalfinale nach seinem sechsten Titel
© getty
Max Günthör (r.) greift im DVV-Pokalfinale nach seinem sechsten Titel

Wenn der VfB Friedrichshafen am Sonntag (15.30 Uhr) nach dem Frauenfinale zwischen den Roten Raben Vilsbiburg und den VolleyStars Thüringen (13 Uhr) auf den deutschen Meister Berlin Recycling Volleys trifft, geht es für Günthör um nicht weniger als den sechsten Pokalsieg in seiner Karriere.

Seit 2012 ist der 2,08-m-Hüne zurück in Friedrichshafen, im ersten Jahr verpasste der Familienvater die Teilnahme am Endspiel in Halle. Dass es nun geklappt hat, ist für den Kapitän der Häfler sehr wichtig: "Die Freude war sehr groß. Für uns alle ist es das erste Highlight, das wir uns nach der harten Arbeit in den vergangenen Monaten verdient haben."

In der Nationalmannschaft gönnte sich Günthör nach dem fünften Platz bei dem Olympischen Spielen 2012 in London eine Auszeit und konzentrierte sich in seiner Freizeit voll und ganz auf seine kleine Familie.

Am 7. Januar 2013 kam Töchterchen Lotta zur Welt, im August stand die Hochzeit mit Partnerin Dinah auf dem Programm. Noch steht nicht fest, ob Günthör in die Nationalmannschaft zurückkehrt.

Besondere Atmosphäre

Zumindest zu einem Plausch mit Bundestrainer Vital Heynen bekommt der 28-Jährige in Halle die Gelegenheit. Der Belgier schaut sich beide Pokalendspiele an, kommentiert beim Männerfinale sogar fürs Fernsehen. Seine Kandidaten nimmt Heynen dabei ganz besonders unter die Lupe.

Nicht nur deshalb ist das Event für Günthör etwas ganz Besonderes: "Wenn du aus den Katakomben in die Halle reinläufst, ist die Kulisse wie eine Wand. Es ist laut und bunt." Aufgrund seiner Erfahrung ist Günthör für viele seiner Teamkollegen erste Anlaufstelle, wenn es um die besondere Atmosphäre geht.

"Auf die Lautstärke kannst du niemanden vorbereiten", sagt er. Und auch die speziellen Lichtverhältnisse im Gerry Weber Stadion kennt Günthör nach sieben Auftritten zu Genüge: "Da die Halle nicht für Volleyball, sondern eigentlich für Tennis gebaut ist, hat sie einige Eigenheiten."

"Es kommt auf die Tagesform an"

Rund 200 Fans aus Friedrichshafen reisen zur Unterstützung ihrer Mannschaft an, bei 10.000 Zuschauern eine überschaubare Zahl. Günthör setzt trotzdem auf die Anhänger: "Zwar waren auch in den letzten Jahren die Fans aus Friedrichshafen zahlenmäßig den anderen unterlegen, allerdings haben sie immer mächtig Radau gemacht und den VfB kräftig unterstützt."

Ob sie allerdings gegen die rund 900 Anhänger der BR Volleys etwas ausrichten können, bleibt abzuwarten.

Günthör gibt daher auch keine Prognose ab. Beide Teams haben jeweils ihre Heimspiele gegeneinander gewonnen, doch nun stehen sie sich auf neutralem Boden gegenüber: "Es kommt darauf an, wer seine Nervosität schneller in den Griff bekommt. Nun kommt es auf die Tagesform an."


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