UFC

UFC - McGregors Teamkollege wehrt sich: Habe Khabibs Glauben nicht beleidigt

Von SPOX
Khabib Nurmagomedov (M.) wurde nach seinem Angriff auf Dillon Danis aus der Halle eskortiert.
© getty

Conor McGregors Teamkollege Dillon Danis hat sich gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, wonach er bei UFC 229 den muslimischen Glauben von McGregors Gegner Khabib Nurmagomedov beleidigt haben soll. Khabib hatte McGregor besiegt und war nur Sekunden später aus dem Octagon gestürzt und auf Danis losgegangen.

Das Portal TMZ hatte berichtet, dass Danis, Teamkollege und Cornerman von McGregor, Khabib zum Ende des Kampfes als "verdammte muslimische Ratte" beleidigt haben soll. Das hätten Zeugen nahe am Octagon eindeutig gehört.

Khabib hatte nur Sekunden nach McGregors Aufgabe seinen Mundschutz weggeschleudert und sich auf Danis gestürzt. Nach dem Kampf rechtfertigte er sich: "Ich weiß, ich habe nicht meine beste Seite gezeigt, aber ich bin am Ende auch nur ein Mensch. [...] Warum redet keiner darüber, dass er über meine Religion gesprochen hat, mein Land, meinen Vater."

Er wolle nicht, dass beim Trash Talk "die Familie mit hineingezogen wird, dass Religionen oder Länder zum Thema werden. Über sowas redet man einfach nicht! Das ist mir sehr wichtig".

Gegenüber ESPN hat sich Danis vom Vorwurf, Khabibs Glauben beleidigt zu haben, scharf distanziert. In einem Statement erklärte er: "Die Fans von Khabib wollen mir etwas anhängen, um seine Handlungen zu rechtfertigen. Ich habe nie und würde auch nie die Religion eines Anderen erniedrigen und freue mich auf die Ergebnisse der Untersuchung der Nevada Gaming Commission. Diese werden diesen lächerlichen Vorwurf zurückweisen und die Schuld beim Richtigen suchen."

Khabib droht aufgrund seiner Attacke außerhalb des Octagons eine Sperre und eine empfindliche Geldstrafe. Sein Preisgeld von zwei Millionen Dollar ist erst einmal einbehalten worden.

McGregors Trainer über Knockdown: "Er hasst technische Fehler"

McGregor war Khabib bei UFC 229 im Ringen wie erwartet klar unterlegen. Überraschender kam allerdings der Knockdown, den er in der zweiten Runde kassiert hatte: Nach einer krachenden Rechten Khabibs hatte er nicht mehr auf den Beinen bleiben können. Zuvor war er in seiner UFC-Karriere noch nie niedergeschlagen worden.

Es sei einer der härtesten klaren Treffer gewesen, den Conor im Laufe seiner Karriere habe einstecken müssen, erklärte sein Trainer John Kavanagh in einem Interview mit dem früheren UFC-Kommentator Joe Rogan. "Er hasst technische Fehler. Er war sehr enttäuscht, dass es von einem solchen Schlag getroffen wurde", verriet Kavanagh.

Dabei sei es eigentlich kein Schlag aus dem Lehrbuch gewesen: "Wenn man das einem Boxing Coach zeigen würde, würde der sagen: 'Das ist ja grauenhaft. Der Kopf ist unten und du schlägst zu.' Aber das ist mir eigentlich egal. Es kommt auf die Effektivität des Schlags an, und der war verdammt effektiv."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung