Pettis neuer Weltmeister, Krauss geht k.o.

Von Oliver Coop
Sonntag, 01.09.2013 | 15:50 Uhr
Herausforderer Anthony Pettis ist der neue Weltmeister im Leichtgewicht
© getty
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Der UFC Leichtgewichtsmeister Ben Henderson hatte bereits die Rekorde von BJ Penn und Anderson Silva angepeilt - und dabei offensichtlich seinen Herausforderer Anthony Pettis unterschätzt -, während der Freiburger Pascal Krauss seinem Gegner Hyun Gyu Lim körperlich einfach nicht gewachsen war.

Bereits im Vorfeld von UFC 164: Henderson vs. Pettis 2 in Milwaukee waren die Emotionen hochgekocht. Weltmeister Benson Henderson gab Interviews, in denen er davon sprach, die Rekorde von BJ Penn und Anderson Silva für die meisten Titelverteidigungen in Folge brechen zu wollen. Er bezeichnete sich selbst als immun gegen Aufgabegriffe und als einen der besten Kämpfer aller Zeiten - mit dem Ziel, irgendwann als die Legende schlechthin gesehen werden zu wollen.

Wer Henderson kennt, weiß, dass es sich dabei nicht um ausgeprägte Arroganz handelt, sondern dass es sich auf diese Art und Weise zu Höchstleistungen anspornt. Er wollte damit seinen Gegner im Hauptkampf, Anthony Pettis, weder geringschätzen, noch den Eindruck erwecken, er habe gerade einen Überflieger.

Pettis weiß wie Henderson tickt

Anthony Pettis kennt Henderson seit etlichen Jahren. Ihm ist bewusst, wie der Champ tickt und wie das Gesagte gemeint war. Trotzdem reifte in Pettis der Vorsatz, es Henderson abermals zu zeigen... so wie damals bei der WEC, als Pettis sprichwörtlich in letzter Minute den Kampf herumriss und so der letzte Leichtgewichtsmeister der WEC wurde.

Pettis zeigte gleich von Beginn an viele harte Kicks zum Körper des Leichtgewichtsmeisters, die dieser anfangs ohne Regung zur Kenntnis nahm, dann aber mehr und mehr mit einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck reagierte. Irgendwann gelang es Henderson, einen der Kicks abzufangen und Pettis zu Boden zu ziehen. Dort setzte der Herausforderer sofort einen Armhebel an. Henderson versuchte noch, sich wie aus dem Lehrbuch zu befreien, fand aber nicht den nötigen Raum und musste nach 4:31 Minuten der ersten Runde zum ersten Mal in seiner Karriere aufgeben.

Henderson vorerst weg vom Fenster

Anthony Pettis' Titelgewinn eröffnet in der Gewichtsklasse einige völlig neue Möglichkeiten, weswegen es dem UFC-Präsidenten Dana White auch nicht zu verübeln ist, dass er nach dem Kampf sagte, es werde viel Zeit ins Land gehen, bis Ben Henderson einen weiteren Titelkampf bekäme. Im Leichtgewicht gibt es so viele interessante Optionen - und dann sollte man auch den angedachten Superfight zwischen Pettis und Federgewichtsmeister Jose Aldo nicht vergessen.

Krauss körperlich haushoch unterlegen

Für den Freiburger Pascal Krauss lief es dagegen nicht gut. Laut Kampfmetrik sollte er gute fünf Zentimeter kleiner sein als sein Gegner Hyun Gyu Lim aus Südkorea und gut acht Zentimeter weniger Reichweite haben. Tatsächlich wirkte es so, als wären die beiden in komplett verschiedenen Gewichtsklassen unterwegs. Krauss war körperlich so offensichtlich unterlegen, dass man sich fragen musste, wie er überhaupt punkten können werde.

Lim warf seine komplette Masse hinter jeden Schlag. Selbst vor dem Fernseher konnte man hören, wie unterschiedlich die Wucht war, mit der Schläge landeten. Es war lediglich Krauss' Zähigkeit und seinen Nehmerqualitäten geschuldet, dass der Kampf nicht noch eher vorbei war. Das Ende kam nach 3:58 der ersten Runde nach einem Knie zum Kopf und Ground and Pound am Boden, doch eingeleitet wurde es bereits eine halbe Minute zuvor, als Krauss in der Mitte des Octagons von einem harten Schlag erwischt wurde, der ihn vornüber kippen ließ.

Für Pascal Krauss war der Kampf ein erheblicher Dämpfer - wie zuletzt auch der Fight gegen Cub Swanson für Dennis Siver. Gleichzeitig lernt man am besten aus Niederlagen, weswegen es mich überraschen würde, wenn Krauss nicht besser denn je zurückkommen würde.

Barnett macht kurzen Prozess

Im Co-Hauptkampf des Abends machte Josh Barnett in seinem ersten UFC-Kampf in mehr als einem Jahrzehnt kurzen Prozess mit Frank Mir. Die beiden Schwergewichte gingen gleich zu Beginn in einen wilden Schlagabtausch, wie man ihn im Schwergewicht nicht oft sieht. Doch es gab einen gewaltigen Unterschied zwischen Mir und Barnett: Während Mir ohne Sinn und Verstand zu treffen versuchte, arbeitete Barnett methodisch daran, Mir erst gegen den Käfig zu drücken, dann seinen Kopf zu blockieren, seitlich vom Körper weg zu drücken und dann ein hartes Knie zum Kopf durchzuziehen. Die ersten beiden Versuche gingen noch glimpflich aus, aber dem dritten Knie konnte Frank Mir nicht mehr ausweichen, wurde voll getroffen und ging wie ein nasser Sack zu Boden.

Wie es bei Blitzknockouts oft ist, kommt der Kämpfer beim Aufprall auf den Boden wieder zu Sinnen, aber der Ringrichter hatte dort bereits genug gesehen und brach den Kampf nach 1:56 Minuten ab. Josh Barnett ist zurück - jetzt muss sein Dopingtest nur noch negativ ausfallen.

Chad Mendes wurde nach 30 Sekunden der dritten Runde der erste Mensch, dem es gelang, Clay Guida k.o. zu schlagen. Mendes kontrollierte die ersten beiden Runden. Obwohl Guida wieder weniger defensiv kämpfte als im Fight gegen Gray Maynard, reichte es nicht, um Mendes gefährlich werden zu können.

Ben Rothwell sah gegen Brandon Vera zunächst nicht sonderlich gut aus. Er wirkte langsam... extrem langsam. In der dritten Runde drehte er dann auf und nutzte Veras schwindende Kondition, um ihn mit einer Serie von Schlägen und Kniestößen ins Land der Träume zu schicken. Offizielle Kampfzeit: 1:54 Minuten der dritten Runde.

Poirier und Tibau siegreich

Dustin Poirier setzte sich in einem der besten Kämpfe des Abends mit 29-28, 29-27 und 29-27 Punkten gegen Erik Koch durch. Gleich zu Beginn der ersten Runde hätte der Abend für Poirier fast geendet, als Koch ihn in einen extrem gut sitzenden Triangle Choke bekam. Koch konnte sich Sekunden vor der Ohnmacht befreien und übernahm die restliche Runde die Kontrolle. Auch die zweite Runde ging an den Mann aus Louisiana. Koch kam in der letzten Runde wieder besser in den Kampf und hatte Poirier in der letzten Minute mit einer Body Triangle und dem Versuch eines Rear-Naked Chokes in Schwierigkeiten, konnte das Ruder aber nicht mehr herumreißen.

Gleison Tibau gewann mit 29-28, 29-28 und 27-29 Punkten gegen Jamie Varner. Tim Elliott sorgte mit einem einstimmigen Punktsieg gegen den hoch favorisierten Louis Gaudinot für die Überraschung des Abends. Chico Camus besiegte Kyung Ho Kang nach Punkten. Soa Palelei gewann in der dritten Runde durch technischen K.o. gegen Nikita Krylov. Ryan Couture unterlag Al Iaquinta einstimmig nach Punkten. Im Eröffnungskampf des Abends holte sich Magnus Cedenblad aus Schweden seinen ersten UFC-Sieg, als er Jared Hamman nach nur 57 Sekunden mit einem Guillotine Choke zur Aufgabe zwang.

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