UFC 140: Jon Jones vs. Lyoto Machida

Jones würgt Machida bewusstlos

Von Oliver Copp
Sonntag, 11.12.2011 | 14:15 Uhr
Jon Jones (r.) verteidigte seinen WM-Titel gegen Lyoto Machida auf eindrucksvolle Weise
© ufc
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Die Serie dominanter Vorstellungen des Halbschwergewichtsmeisters Jon "Bones" Jones setzte sich bei UFC 140 in Toronto nahtlos fort. Herausforderer Lyoto Machida war am Ende stehend bewusstlos.

Während Herausforderer Lyoto Machida in der ersten Runde noch mit besserem Striking, gezielter Deckungsarbeit und mehrerer Schlagsalven punkten konnte, wendete sich das Blatt in der zweiten Runde.

Nach einem Takedown traf Jon Jones seinen Gegner mit einem harten Ellenbogenstoß, der eine Platzwunde auf Machidas Stirn öffnete.

Abbruch in Runde zwei

Dies schien Machida völlig aus dem Konzept gebracht zu haben, denn er war sofort wie ausgewechselt. Jones schickte ihm mit einem Wirkungstreffer kurz zu Boden und setzte dann wieder im Stand einen Guillotine Choke am Käfig an.

Ringrichter John McCarthy hatte nach 4:26 Minuten der zweiten Runde keine andere Wahl mehr, als den Kampf abzubrechen, weil Herausforderer Machida stehend bewusstlos war. Alter und neuer Weltmeister: Jon "Bones" Jones.

Frank Mir und Antonio Rodrigo Nogueira lieferten sich eine ausgezeichnete Schlacht über drei Minuten. Im Stand gelang es Nogueira zunächst, Mir mit einer harten Rechten zum Ohr zu treffen.

Mir taumelte, ging zu Boden und griff instinktiv nach einem Bein. Nogueira versuchte, aus dieser Situation heraus einen Aufgabegriff anzusetzen, aber Mir befreite sich daraus, hielt einen von Nogueiras Armen fest und setzte einen Kimura Armhebel an.

Mir wieder im Titelrennen im Schwergewicht

Nogueira rollte sich aus dem Griff, Mir blieb allerdings dran und rollte abermals durch. Nogueiras Arm war hinter seinem Körper gefangen, aber er weigerte sich, aufzugeben.

Mir erhöhte den Druck, und der Arm schien zu brechen, was Ringrichter Herb Dean dazu veranlasste, den Kampf zu beenden. Damit steigt Frank Mir wieder ins Titelrennen im Schwergewicht ein. Gerüchten zufolge wird er am 30. Dezember für Alistair Overeem einspringen und gegen Brock Lesnar ins Octagon steigen.

Antonio Rogerio Nogueira setzte sich nach 3:15 Minuten der ersten Runde durch technischen Knockout gegen Tito Ortiz durch.

Ortiz ging mit dem früheren Golden Gloves-Boxer in den Infight und zahlte dafür die Zeche: Der frühere UFC Halbschwergewichtsmeister fing sich eine Linke und ein Knie zum Rippenbogen ein und ging zu Boden.

Ortiz kündigt letzten Kampf an

Dort bearbeitete Nogueira Ortiz' Rippen weiter mit Schlägen und Ellenbogenstößen, bis Ringrichter Yves Lavigne den Eindruck hatte, dass sich Ortiz nicht mehr intelligent verteidigte und den Kampf abbrach.

Ortiz kündigte später im Interview an, dass sein nächster Kampf sein letzter sein werde. Sein Ziel war es, die fünfzehn Jahre im Octagon vollzumachen, was ihm mit dem Fight gegen Nogueira gelungen war.

Brian Ebersole, der letzten Februar sein UFC-Debüt gab, holte sich einen ganz knappen geteilten Punktsieg gegen Claude Patrick und verlängerte somit seine Siegesserie in der UFC auf drei Kämpfe.

Richtig zu überzeugen wusste der in Australien lebende Amerikaner nicht, aber auch Patrick drehte erst zu spät auf, um den Kampf noch herumzureißen.

"Korean Zombie" macht kurzen Prozess

Im Eröffnungskampf der Liveübertragung machte der "Korean Zombie" Chan Sung Jung kurzen Prozess mit Lokalmatador Mark Hominick. Hominick stürmte wild auf ihn zu, Jung ging einen Schritt nach hinten, traf seinen kanadischen Gegner mit einer Rechten zum Kinnwinkel, schickte ihn damit zu Boden und setzte dort nach.

Nach sieben Sekunden brach Ringrichter Herb Dean den Kampf ab, womit der Koreaner mit dem Rekord für den schnellsten Knockout der UFC-Geschichte gleichzog und einen gewaltigen Schritt in Richtung eines Titelkampfes vorangekommen sein dürfte.

Nur 35 Sekunden benötigte der Kroate Igor Pokrajac, um den aus Polen stammenden Kanadier Krzysztof Soszynski mit seinen Fäusten ins Land der Träume zu schicken.

Der Zypriote Costa Philippou ließ Jared Hamman keine Chance und knipste ihm nach 3:11 Minuten der ersten Runde nach zwei Knockdowns im Stand die Lichter aus.

Hallman rettet seine Karriere

Dennis Hallman rettete seine UFC-Karriere mit einem Aufgabesieg gegen John Makdessi. Nach nur 2:58 Minuten der ersten Runde beendete er den Fight mit einem Rear-Naked Choke.

Yves Jabouin aus Montreal holte sich einen geteilten Punktsieg gegen Walel Watson. Mark Bocek besiegte Nick Ring einstimmig nach Punkten und fügte diesem damit seine erste Niederlage in der UFC zu.

Jake Hecht gewann nach 1:10 Minuten der zweiten Runde gegen Rich Attonito. Attonito versuchte einen Takedown, wurde mit einem Ellenbogenstoß hinter dem Ohr erwischt und am Boden mit Ground and Pound ausgeschaltet.

Im Eröffnungskampf setzte sich John Cholish nach 4:36 Minuten der zweiten Runde durch technischen Knockout gegen Lokalmatador Mitch Clarke durch.

Alle Champions der UFC im Überblick

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