UFC - Fight For The Troops 2 in Fort Hood

Guillard bremst Newcomer Dunham aus

Von Oliver Copp
Sonntag, 23.01.2011 | 17:02 Uhr
"Fight For The Troops 2" war eine Benefizveranstaltung zugunsten verletzter US-Soldaten
© Getty
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Am Samstag gastierte die Ultimate Fighting Championship im Rahmen des Events "Fight For The Troops 2" in der texanischen Militärbasis Fort Hood. Die Benefizveranstaltung war der Höhepunkt einer großen Spendenaktion für amerikanische Soldaten, die sich im Irak und Afghanistan schwere Verletzungen des Gehirns zugezogen haben.

Im Hauptkampf bereitete ein Veteran der zweiten Ultimate-Fighter-Staffel, Melvin Guillard aus New Orleans, den Aufstiegsplänen des sensationellen Newcomers Evan Dunham bereits in der ersten Runde ein jähes Ende.

Dunham, der zuletzt umstritten nach Punkten gegen Ex-Champion Sean Sherk verloren hatte, wurde mit einem Kniestoß auf den Beinen hart getroffen und fand nicht mehr in den Kampf zurück.

Noch in der ersten Runde brach Ringrichter Mario Yamazaki folglich ab und Guillard, der vor einigen Jahren bereits den deutschen UFC-Star Dennis Siver schlagen konnte, empfahl sich zum ersten Mal in seiner Karriere für Höheres.

Mitrione leichtfüßig zum Sieg

Der frühere NFL-Footballspieler Matt Mitrione, der vor etwas über einem Jahr ebenfalls via The Ultimate Fighter zur UFC fand, blieb gegen den Kanadier Tim Hague unbesiegt. Mit einem Kampfgewicht von 117 Kilogramm gehört Mitrione zu den schwereren Kämpfern der Königsklasse der UFC, doch davon war nichts zu merken.

Er bewegte sich leichtfüßig durch das Oktagon, traf seinen Gegner mit harten Legkicks und punktgenau sitzenden Kombinationen. Nach einem Knockdown mit einer Linken setzte Mitrione am Boden mit Ellenbogenstößen nach, und der Ringrichter brach den Fight ab.

Mitrione entwickelt sich nach seinem eher unsympathischen Auftritt in der Realityserie der UFC mit jedem Kampf mehr und mehr zu einem Fanliebling. Er bringt das Charisma mit, um einer der größten Stars der Liga zu werden - bislang lassen seine Leistungen auch nicht erkennen, dass es ihm sportlich verwehrt werden könnte, zu Namen wie Cain Velasquez, Brock Lesnar und Junior Dos Santos aufzuschließen.

Dem Kanadier Mark Hominick versprach UFC-Präsident Dana White bereits vor seinem Aufeinandertreffen mit Freund und Trainingspartner George Roop, dass ein beeindruckender Sieg ihm einen Titelkampf am 30. April in Toronto gegen den Weltmeister der UFC im Federgewicht, Josa Aldo, einbringen würde.

Hominick lässt Roop keine Chance

Hominick ließ seinem deutlich größeren Gegner nicht den Hauch einer Chance und knockte ihn bereits in der erste Runde erst an und dann aus. Im ersten Moment erschien der Abbruch verfrüht. Als sich Roop dann allerdings kaum aus eigener Kraft auf den Beinen halten konnte, stellte sich das schnelle Einschreiten von Ringrichter Jon Schorle als vorbildlich heraus.

Weltmeister Aldo, der zusammen mit Georges St. Pierre und Anderson Silva als gewichtsklassenübergreifend bester Kämpfer der Welt gehandelt wird, sollte sich auf Hominick besser gut vorbereiten - sonst ist eine Ablösung an der Spitze wahrscheinlich.

Der frühere K1-Kickboxer Pat Barry stieg zum ersten Mal seit seiner Niederlage gegen die kroatische Kampfsportlegende Mirko "Cro Cop" Filipovic im letzten Juni, in der er sich die rechte Hand und den rechten Fuß brach, wieder ins Oktagon.

Für Barry stand viel auf dem Spiel, denn eine zweite Niederlage in Folge konnte und wollte er sich nicht leisten, hatte er doch den Kampf seinem verstorbenen Vater gewidmet. Mit Joey Beltran hatte die UFC ihm einen Gegner ausgesucht, der gleichzeitig Traum und Albtraum ist.

Barry knapper Sieger gegen Beltran

Während Beltran ein ausgemachter Standup-Spezialist ist, der nur ungern auf den Boden geht, - was Barry natürlich entgegenkommt -, ist er gleichzeitig einer der zähesten Kämpfer der Welt. Ihn vorzeitig zu besiegen gilt als fast ausgeschlossen, ein Kunststück, das bislang auch nur einem einzigen Fighter gelungen war.

In der ersten Runde geschah nicht viel, da beide ihren Taktiken treu blieben. Beltran versuchte, Barry in den Infight zu bekommen. Barry dagegen wollte Beltran in die Mitte des Oktagons locken. In der zweiten und dritten Runde ließ sich Beltran mehr und mehr auf Barrys Kampfstil ein und kassierte die Quittung in Form zerstörerischer Legkicks, die ihn in kürzester Zeit in seiner Bewegungsfreiheit einschränkten.

Der zähe Beltran ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und zeigte immer wieder Salven, mit denen er den Kickboxer traf und in Bedrängnis brachte. Mit dem Gong zum Kampfende ging Beltran von den Legkicks zu Boden - eine Minute mehr Kampfzeit, und es hätte vermutlich eine vorzeitige Entscheidung gegeben.

So waren die Punktrichter gefragt, und sie sahen einstimmig Pat Barry vorn, 30-27, 29-28 und 29-28. Bei aller persönlicher Wertschätzung für Barry wird er sich noch erheblich verbessern müssen, wenn er in der UFC in Zukunft eine Rolle spielen will. Er wirkt ringerisch und auf dem Boden noch immer ahnungslos - in der grapplingdominierten UFC fast ein Todesurteil.

Wiman siegt deutlich gegen Miller

"Handsome" Matt Wiman setzte sich überraschend klar nach Punkten gegen Cole Miller durch. Die beiden Veteranen der fünften Ultimate-Fighter-Staffel hatten im Vorfeld ein Feuerwerk versprochen, und während der Kampf den hohen Erwartungen nicht ganz gerecht werden konnte, spielte Wiman seine Qualitäten perfekt aus und holte sich einen einstimmigen Punktsieg.

Im besten Kampf des Abends gewann das texanische MMA-Urgestein Yves Edwards mit einem sensationellen Aufgabesieg gegen Cody McKenzie. Dass der Striker Edwards sich gegen den Submissionspezialisten McKenzie behaupten konnte, galt als Überraschung des Abends. McKenzie fand sind in der zweiten Runde in einem Rear-Naked-Choke wieder und verlor das Bewusstsein.

Damarques Johnson sicherte sich einen eher ungewöhnlichen Sieg gegen Mike Guymon, als er den "Joker" am Boden in eine Körperschere nahm und dieser verbal aufgab. Eine Rippe schien sich bei der Aktion gelöst zu haben - eine sehr schmerzvolle Verletzung, die Guymon keine andere Wahl ließ.

Rani Yahya besiegte den früheren Federgewichtsweltmeister von World Extreme Cagefighting, Mike Brown, einstimmig nach Punkten. Dasselbe gelang Waylon Lowe gegen Willamy Freire, Charlie Brenneman gegen Amilcar Alves und im Eröffnungskampf des Abends Chris Cariazo gegen Will Campuzano.

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