Turnen

Generalprobe für Rio gelingt

SID
Samstag, 23.07.2016 | 18:50 Uhr
Pauline Schäfer siegte mit den deutschen Turnerinnen in Chemnitz

Generalprobe für Rio gelungen: Zwei Wochen vor ihrem ersten olympischen Auftritt haben sich die deutschen Kunstturnerinnen mit einem starken Auftritt vom deutschen Publikum verabschiedet. Die Mannschaft von Teamchefin Ulla Koch gewann in Chemnitz einen Dreiländerkampf mit 174,25 Punkten.

Damit distanzierten die Deutschen den WM-Zehnten Frankreich (167,95) sowie dem EM-Vierten Schweiz (165,50) deutlich.

In der inoffiziellen Einzelwertung war indes Giulia Steingruber nicht zu schlagen. Die Mehrkampf-Europameisterin aus der Schweiz setzte sich mit 58,05 Zählern vor der Chemnitzer Lokalmatadorin Pauline Schäfer (57,30) sowie der Stuttgarterin Elisabeth Seitz (57,15) durch.

"Wir haben keinen wirklichen Fehler in der Teamwertung. Das war eine Mannschaftsleistung aus einem Guss. Die Mädchen waren echt cool", sagte Koch, die ihre Athletinnen während des Wettkampfes immer wieder mit Beifall und Umarmungen unterstützt hatte.

Dabei hatte der Wettkampf am Boden gar nicht sonderlich gut für die Gastgeberinnen begonnen. Gleich drei Schützlinge von Cheftrainerin Koch mussten die Wettkampffläche, was empfindliche Punktabzüge nach sich zog.

Voll überzeugen konnte nur die 19 Jahre alte Schäfer, die auch für ihre Ausdrucksstärke mit 14,35 Punkten belohnt wurde. Die Führung übernahm zunächst Frankreich vor der deutschen Riege und der Schweiz.

Weltklasse am Stufenbarren

Deutlich besser lief es vor knapp 2000 Zuschauern in der fast ausverkauften Richard-Hartmann-Halle am Sprung. Nur die Stuttgarterin Kim Bui hatte bei der Landung leichte Standprobleme. Folgerichtig setzte sich das DTB-Quintett vor Frankreich und der Schweiz zur "Halbzeit" an die Spitze des Zwischenklassement.

Mit zwei Weltklasseübungen brachten die deutschen Gerätartistinnen am Stufenbarren ihren Gesamtsieg schon vor dem vierten und letzten Durchgang unter Dach und Dach. Seitz erhielt 15,30 Punkte, nur 0,05 Zähler dahinter empfahl sich auch Sophie Scheder (Chemnitz) für einen olympischen Finalplatz.

Auch am Schwebebalken lief es gut für die deutsche Riege. Getoppt wurde das gute Teamergebnis am einstigen "Zitterbalken" von Schäfer. Die WM-Dritte brachte den nach ihr benannten Salto sicher und ohne Probleme in den Stand. Nur Scheder konnte einen unfreiwilligen Absteiger nicht vermeiden.

Am Montag beginnt für die deutschen Olympiaturnerinnen ein letztes Trainingslager in Frankfurt/Main. Der Abflug nach Brasilien ist für den 30. Juli vorgesehen.

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