Uchimura erneut unschlagbar

SID
Freitag, 30.10.2015 | 22:06 Uhr
Kohei Uchimura gewann zum sechsten Mal hintereinander den Titel
© getty
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Ovationen für Schottlands neuen Turn-König: Titelverteidiger Kohei Uchimura hat seine Mehrkampf-Rivalen zum sechsten Mal hintereinander in die Schranken gewiesen.

In Abwesenheit des stark erkälteten Fabian Hambüchen war der Olympiasieger aus Japan auch bei den Weltmeisterschaften in Glasgow bei seinem Triumph in der Königsdisziplin weitgehend ungefährdet.

Vor 7500 faszinierten Zuschauern im futuristischen SSE Hydro beeindruckte der 26-Jährige wieder einmal durch seine beeindruckende Ausgeglichen. An allen sechs Geräten reizte der Vorjahressieger seine Möglichkeiten fast vollkommen aus und siegte am Ende mit 92,332 Punkten gewohnt souverän vor Manrique Larduet aus Kuba (90,698) und dem Chinesen Deng Shudi (90,099).

Bereits am Mittwoch hatte Uchimura trotz eines Sturzes vom Reck die japanischen Riege zum ersten Mannschafts-Titel seit 37 Jahren geführt und anschließend im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro präzisere Übungen versprochen: "Ich möchte keine Situationen mehr, in denen ich Fehler mache."

Hambüchen musste wegen Erkältung passen

Die Vorentscheidung zugunsten des seit sieben Jahren ungeschlagenen Gerätartisten fiel im vorletzten Durchgang. Sein bis dahin zähester Konkurrent Max Whitlock aus Großbritannien stürzte vom Reck und büßte dadurch entscheidende Punkte ein.

Ex-Weltmeister Hambüchen hatte sich schon am Vormittag mit einer starken Erkältung für die Mehrkampf-Entscheidung abgemeldet. Der 28-Jährige aus Wetzlar will sich ganz auf das Finale am Reck am Sonntag (17.15 Uhr) konzentrieren, wo er mindestens Medaillenchancen hat.

"Die Absage ist natürlich schade, aber im Hinblick auf das Reck die richtige Entscheidung", sagte der Olympia-Zweite, der mit seiner Übung am Königsgerät die Welttitelkämpfe in der schottischen Metropole beschließen wird. Eröffnet wird das Reck-Finale vom Chemnitzer Andreas Bretschneider.

Die WM wird am Samstag mit den ersten fünf Gerätefinals fortgesetzt. Im Endkampf am Stufenbarren (16.30 Uhr) steht dabei die deutsche Vize-Meisterin Sophie Scheder aus Chemnitz.

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