German Open in Magdeburg

Chinesen jagen Ovtcharov und Boll

SID
Donnerstag, 09.11.2017 | 10:38 Uhr
Chinesen jagen Ovtcharov und Boll
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Rollentausch im Tischtennis: Chinas Asse machen bei den German Open ab Freitag in Magdeburg Jagd auf Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) und Timo Boll (Düsseldorf).

Nach teilweise spektakulären Erfolgen in den vergangenen Wochen und Monaten haben die deutschen Stars jedenfalls das Momentum vor dem mit 210.000 Dollar dotierten World-Tour-Heimspiel an der Börde auf ihrer Seite.

Seit Chinas Titelgewinnen bei der WM im vergangenen Frühsommer in Düsseldorf haben Ovtcharov und Boll den Weltmeistern mehrfach schmerzhafte Niederlagen zugefügt. Zuletzt beim Weltcup in Lüttich warf Boll bis zum Halbfinale zunächst nacheinander beide Chinesen inklusive Weltmeister und Olympiasieger Ma Long aus dem Turnier, ehe Ovtcharov Chinas siebenjährige Erfolgsserie beim drittwichtigsten Turnier nach Olympia und WM beendete.

Bei den vorherigen China Open trug sich Ovtcharov außerdem als erster Ausländer seit Boll 2006 in die Siegerliste ein.

In Magdeburg sehen sich die Lokalmatadoren im Kampf um die 24.000 Dollar Siegprämie einmal mehr einer imponierenden "Streitmacht" aus dem Reich der Mitte gegenüber. Aus Chinas Top-10-Quintett fehlt nur der in den beiden vergangenen Jahren siegreiche Weltranglistenerste Ma.

Auch dadurch kann der Weltranglistenvierte Boll nach bislang vier "Heimsiegen" seit 2004 zum alleinigen German-Open-Rekordgewinner aufsteigen.

Ovtcharov macht sich bei seinem ersten Turnier als Nummer drei der Welt gleichfalls berechtigte Hoffnungen auf die Wiederholung seiner Titelgewinne von 2012 und 2014 sowie seinen insgesamt vierten World-Tour-Erfolg im laufenden Jahr.

Schlechte Chancen für die Damen

Bei den Damen sind die Erfolgsaussichten der Gastgeber für den letzten Wettbewerb vor dem World-Tour-Jahresfinale im Dezember in Astana/Kasachstan weniger gut.

Für die Weltranglistenelfte Han Ying (Tarnobrzeg) und die frühere German-Open-Gewinnerin Shan Xiaona (Berlin) dürfte das Viertelfinale das Maximum sein.

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