Tischtennis German-Open: Ovtcharov und Boll hoffen auf Traumfinale

Chinaschrecken Ovtcharov und Boll siegen

SID
Samstag, 11.11.2017 | 22:22 Uhr
Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov stehen im Halbfinale
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Die deutschen Tischtennisstars Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll sind bei den German Open im Gleichschritt ins Halbfinale eingezogen und haben damit die Hoffnungen auf ein Traumendspiel in Magdeburg geschürt.

Auf dem Weg in die Vorschlussrunde erwies sich dabei neben Rekordeuropameister Boll auch Weltcupsieger Ovtcharov als "China-Schreck".

Beide Lokalmatadoren genossen den teilweise frenetischen Jubel der Zuschauer in vollen Zügen. "Man fühlt sich wie auf einer Wolke nach oben", sagte Ovtcharov vor allem mit Blick auf seine 4:0-Achtelfinallektion für Chinas früheren Doppel-Weltmeister Yan An.

Auch Weltcup-Finalist Boll staunte nach seinem zweiten Sieg über den chinesischen Weltranglistensiebten Lin Gaoyuan binnen drei Wochen im Viertelfinale (4:1) über sich selbst: "Dass es so klar werden könnte, hatte ich nicht erwartet. Siege gegen die Chinesen sind immer etwas Besonderes."

Ovtcharov gegen Fan Zhendong, Boll gegen Lee Sangsu

Qualitäten gegen die Weltmeister aus dem Reich der Mitte muss Ovtcharov, der in der Runde der besten Acht auch den Weltranglistenzwölften Wong Chun Ting (Hongkong) mit 4:2 weitgehend beherrschte, in der Vorschlussrunde wieder beweisen: Der Weltranglistendritte fordert im Kampf um den Einzug ins Endspiel den topgesetzten Vizeweltmeister Fan Zhendong heraus, der als letzter von vier Top-10-Spielern aus China noch im Wettbewerb ist.

Boll, der mit seinem ersten Sieg gegen den EM-Zweiten Simon Gauzy (Frankreich/4:1) seit fast drei Jahren in den Tag gestartet war, trifft im Semifinale auf den Südkoreaner Lee Sangsu.

Für den Weltranglistenvierten könnte Sonntag ein weiterer Meilenstein seiner imponierenden Karriere werden: Sollte Boll zum fünften Mal vor eigenen Publikum triumphieren, würde der 36-Jährige zum alleinigen German-Open-Rekordsieger avancieren.

Ovtcharov peilt an der Börde die Wiederholung seiner Titelgewinnen von 2012 und 2014 sowie seinen insgesamt sechsten Turniersieg im laufenden Kalenderjahr an.

Ovtcharov: "Es läuft einfach gut"

Anders als für Boll in seiner schon über 20-jährigen Karriere sind Erfolge gegen Chinesen für Ovtcharov noch keine normale Erfahrung. Entsprechend zufrieden war der 28-Jährige nach seinem Coup gegen Yan: "Ich bin schon ein wenig überrascht, wie deutlich das Ergebnis ausgefallen ist. Es war ein phantastisches Spiel. Die großen Erfolge zuletzt haben mir Selbstvertrauen gegeben. Es läuft einfach gut", meinte der zweimalige Europameister.

Auch Bundestrainer Jörg Roßkopf lobte den Olympia-Dritten von 2012 besonders: "Gegen die Nummer 14 der Weltrangliste mit 4:0 zu gewinnen, ist ein beeindruckendes Ergebnis."

Sollten Roßkopfs Schützlinge im Endspiel aufeinandertreffen, würden die Ergebnisse der jüngsten Vergleichen für Ovtcharov sprechen: Sowohl im vergangenen Sommer im Finale der China Open als auch zuletzt im Weltcup-Endspiel musste sich Boll seinem Freund und Trainingspartner geschlagen geben.

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