Gäb: "Schande für Deutschland"

SID
Montag, 05.06.2017 | 16:05 Uhr
Hans Wilhelm Gäb über die Abwesenheit der Bundesregierung
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Mit scharfen Worten hat Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) bei der WM in Düsseldorf die Kritik von Weltverbandschef Thomas Weikert an der Abwesenheit von Vertretern der Bundesregierung bei den Titelkämpfen verstärkt. "Das ist eine Schande für Deutschland als Gastgeber", sagte Gäb dem SID am Rande der WM.

Mit scharfen Worten hat Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) bei der WM in Düsseldorf die Kritik von Weltverbandschef Thomas Weikert an der Abwesenheit von Vertretern der Bundesregierung bei den Titelkämpfen verstärkt. "Das ist eine Schande für Deutschland als Gastgeber", sagte Gäb dem SID am Rande der WM.

"Der größte Sportverband der Welt ist mit der größten Hallen-Sportveranstaltung der Welt in Deutschland zu Gast, Athleten aus über 100 Nation von allen Kontinenten, eine siebentägige Veranstaltung, Delegierte aus 140 Ländern beim Weltkongress - und aus Berlin lässt sich nicht einmal ein Staatssekretär, geschweige denn ein Minister sehen", sagte der Ehrenvorsitzende des Sporthilfe-Aufsichtsrates am WM-Schlusstag weiter.

Für den Weltverband ITTF hatte schon zuvor Weikert das Desinteresse der Regierung an der WM beklagt. "Ich bin ein bisschen enttäuscht. Kein Politiker der deutschen Bundesregierung war hier. Auf anderen Kontinenten und in anderen Ländern ist das anders. Das ist ein großer Wettbewerb mit mehr als 100 Nationen - das ist Multi-Kulti!"

Lediglich Nordrhein-Westfalens Sportministerin Christina Kampmann sei vor Ort gewesen und hätte die Veranstaltung sehr gelobt, berichtete Weikert. Hochrangigster WM-Gast war am vergangenen Donnerstag IOC-Präsident Thomas Bach.

DTTB-Präsident Michael Geiger war unterdessen vom Zuspruch aus der Bevölkerung begeistert. "Die Tickets waren an fünf Tagen ausverkauft. An acht Tagen kamen 58.000 Zuschauer für Tischtennis", sagte Geiger und ergänzte: "Am Donnerstag waren 9200 hier, weil wir noch Tickets für die zweite Halle verkaufen konnten - an einem Werk- und Schultag in Deutschland."

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