Verletzter DTTB-Star nach WM-Debakel bestürzt

Ovtcharov: "Großer Schock"

SID
Mittwoch, 02.03.2016 | 12:46 Uhr
Dimitrij Ovtcharov musste die WM wegen Rückenproblemen absagen
© getty
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Das zum Zuschauen verdammte DTTB-Ass Dimitrij Ovtcharov hat das Vorrunden-Aus seiner Teamkollegen bei der Mannschafts-WM in Kuala Lumpur mit großer Betroffenheit verfolgt.

"Das ist natürlich ein hartes Ergebnis für uns, ein großer Schock", sagte der am Rücken verletzte Europameister dem SID: "Ich habe das nicht für möglich gehalten."

Das knappe 3:2 des ersatzgeschwächten Vizeweltmeisters im letzten Gruppenspiel gegen Schweden besiegelte das schlechteste WM-Abschneiden der deutschen Herren seit 1985 (Platz 17). Neben der deutschen Nummer eins konnte auch EM-Rekordchampion Timo Boll (Düsseldorf) wegen einer Erkältung nicht mitwirken.

"Trotz der Ausfälle hatte ich eigentlich gedacht, dass man maximal eins der Spiele gegen Schweden, England und Frankreich verliert", sagte der 27-Jährige, der die WM-Spiele inklusive der Niederlagen gegen Frankreich und England (beide 1:3) per Internet-Livestream verfolgte.

Trotz Pleiten "begnadet"

Die Formschwäche des angeschlagenen Boll (34), der am Montag mit zwei Niederlagen gegen Frankreich enttäuscht hatte, macht Ovtcharov jedoch keine Sorgen: "Timo war nicht er selbst, als er gegen Frankreich gespielt hat. Er hatte wenig Energie und war schwer krank, dazu kam der Rückstand nach der Knie-OP letzten Herbst." Boll sei "ein begnadeter Spieler" und er davon überzeugt, "dass er seine Form bis Olympia noch steigern wird".

Auch hinsichtlich der angestrebten Team-Medaille bei den Sommerspielen in Rio (5. bis 21. August) bleibe er "immer noch optimistisch", so der Olympia-Dritte von 2012: "Die Erfolge in den letzten Jahren sind gestanden und gefallen mit der Form von Timo und mir. Wenn wir fit sind und unser volles Potenzial abrufen, sind wir das einzige Team hinter China mit zwei Top-10-Spielern."

Nach seiner Rückenmuskelzerrung mit Nervenreizung befinde er sich auf dem Weg der Besserung, so Ovtcharov: "Ich lasse mich viel behandeln, es geht langsam bergauf. Ich gehe davon aus, dass ich das bis Olympia wieder gut in den Griff bekomme."

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