Tennis

French Open: Warum gibt es 2019 bei Roland-Garros kein Hawk Eye?

Von SPOX
Bei den French Open verzichtet man bisher auf die Nutzung des Hawk-Eye-Systems.

Die French Open sind eines der vier wichtigsten Tennis-Turniere der Welt und der einzige Grand Slam, der auf Sand gespielt wird. Im Gegensatz zu Wimbledon, den US und Australian Open verzichten die Veranstalter in Paris aber auf das Hawk Eye. Hier erfahrt ihr, warum.

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Die Technologie wurde 2015 eingeführt und gilt seitdem als Maß aller Dinge, wenn es um die Entscheidungen geht, ob ein Ball im Aus war oder nicht. Bei den meisten WTA- und ATP-Turnieren erhält jeder Spieler dreimal pro Satz die Möglichkeit, eine Entscheidung des Schiedsrichters per Hawk-Eye überprüfen zu lassen. Im Tiebreak kommt eine vierte hinzu.

French Open: Warum gibt es auf Sandplatz kein Hawk-Eye?

Allerdings wird beim Roland-Garros-Turnier auf einem Sandplatz gespielt, im Unterschied zu Hart- und Rasenplätzen ist dort der Ballabdruck deutlich auf den Plätzen sichtbar und somit leicht nachprüfbar.

Jedoch kam es in der Vergangenheit häufig zu der Situation, dass Schiedsrichter den falschen Abdruck als Maßstab genommen haben oder schlicht und ergreifend eine fragwürdige Entscheidung anhand des Abdruckes trafen.

Für die Turnierorganisatoren bleibt das Hawk-Eye aber dennoch vorerst außen vor, denn: Das von einem britischen Hersteller entwickelte Messsystem hat aufgrund der Unebenheit des Untergrunds Schwierigkeiten, ein zuverlässiges Ergebnis zu liefern.

Darüber hinaus müsste das Hawk-Eye auf Sand nach jeder Partie neu kalibriert werden, was ungefähr eine halbe Stunde beansprucht.

Aufgrund des eng getakteten Zeitplans in den zwei Wochen können sich die Veranstalter eine solche Unterbrechung auf insgesamt zwanzig Tennisplätzen nicht erlauben. Deshalb vertraut man auch in diesem Jahr auf das geschulte Auge der Schiedsrichter.

Foxtenn: Sandplatz-Alternative zum Hawk-Eye?

Allerdings gibt es inzwischen durchaus gleichwertige Alternativen zum Messsystem Hawk-Eye. Das Konkurrenzprodukt "Foxtenn" wird von einigen Veranstaltern, beispielsweise beim ATP-Turnier in Barcelona, bereits genutzt.

Bei diesem System werden Hochgeschwindigkeits-Kameras rund um den Court platziert, die den Ballaufsprung dokumentieren und diesen dann als echtes Bewegbild anzeigen.

Immer mehr Veranstalter greifen, auch bei Hart- und Rasenplatz-Turnieren, auf das "Foxtenn"-System zurück, in Paris bevorzugt man aber die traditionelle Art und Weise und gibt dem Schiedsrichter das letzte Wort.

French Open 2019: Zeitplan

Der zweite Grand Slam des Jahres dauert insgesamt zwei Wochen und beginnt am Sonntag, den 26. Mai 2019. Am letzten Wochenende finden nur die Einzel- und Doppel-Finals statt.

DatumRunde
26.05.-28.05.20191. Runde
29.05.-30.05.20192. Runde
31.05.-01.06.20193. Runde
02.06.-03.06.2019Achtelfinale
04.06.-05.06.2019Viertelfinale
06.06.-07.06.2019Halbfinale
08.06.2019Finale Frauen
09.06.2019Finale Männer

French Open: Die Gewinner der letzten zehn Jahre

Bei den Männern dominierte Rafael Nadal das letzte Jahrzehnt, der Sandplatzkönig konnte nur zweimal das Turnier nicht gewinnen, 2015 war er verletzungsbedingt angeschlagen, 2016 nicht am Start.

Das Frauen-Feld ist sehr viel ausgeglichener, nach Serena Williams' Babypause im Jahr 2017 konnte sich Simona Halep im Vorjahr den ersten Grand Slam ihrer Karriere sichern.

JahrSieger FrauenSieger Männer
2018Simona HalepRafael Nadal
2017Jelena OstapenkoRafael Nadal
2016Gabine MuguruzaNovak Djokovic
2015Serena WilliamsStanislaw Wawrinka
2014Maria SharapovaRafael Nadal
2013Serena WilliamsRafael Nadal
2012Maria SharapovaRafael Nadal
2011Li NaRafael Nadal
2010Francesca SchiavoneRafael Nadal
2009Svetlana KuznetsovaRoger Federer
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