Tennis

Sensation! Djokovic ist raus

Von SPOX
Novak Djokovic zog gegen Sam Querrey den Kürzeren
© getty

Der sechste Tag in Wimbledon hatte den größten Schocker parat: Novak Djokovic ist raus, seine historische Wimbledon-Serie reißt damit! Gegen Sam Querrey hatte der Serbe im fortgesetzten Spiel trotz großen Kampfes das Nachsehen, während Alexander Zverev sein fortgesetztes Spiel klar gewann. Bei den Damen müssen Carina Witthöft und Anna-Lena Friedsam die Koffer packen - genau wie Sabine Lisicki, die im zweiten Satz komplett enttäuschte.

Herren - 2. Runde (alle Matches)

Alexander Zverev (GER) - Mikhail Youzhny (RUS) 6:4, 3:6, 6:0, 4:6, 6:2

"Es war schwierig, ich habe mich bestimmt achtmal aufgewärmt", bilanzierte Zverev nach dem wegen Regens über zwei Tage ausgetragenen Duell mit Youzhny offen: "Es ist nicht schön, noch am Samstag sein zweites Match zu spielen. Aber ich bin glücklich, erstmals in Runde drei zu sein."

Noch im vierten Durchgang musste sich der 19-Jährige am Rücken behandeln lassen, die Regenpause kam ihm in dieser Hinsicht vielleicht sogar gelegen - denn am Sonntag machte er im entscheidenden fünften Satz kurzen Prozess. Youzhny unterliefen viel zu viele Fehler, teilweise erzwungen, teilweise aber auch Unforced Errors. Zverev dagegen spielte konzentriert sein Spiel und machte nach einer erneuten Regenpause alles klar.

Auf den letzten deutschen Teilnehmer im Herren-Feld wartet in der nächsten Runde Tomas Berdych, ein alter Bekannter: Im letzten Aufeinandertreffen der beiden im Davis-Cup zog der Deutsche nach fünf hart umkämpften Sätzen den Kürzeren.

Herren - 3. Runde (alle Matches)

Sam Querrey (USA/28) - Novak Djokovic (SRB/1) 6:7 (6:8), 6:1, 3:6, 7:6 (7:5)

Wer mit einem schnellen Durchmarsch des Djokers gerechnet hatte, sah sich eines Besseren belehrt: Beim Stand von 2:0 für Querrey war das Spiel am Freitagabend in die Regenpause gegangen, Djokovic legte los wie die Feuerwehr: Innerhalb weniger Minuten führte er mit 4:0 - als erneut der Regen einsetzte. Dieses Mal wurde die Zwangspause Querreys Vorteil.

Der Amerikaner fand anschließend deutlich besser in das Match und vor allem bei eigenem Aufschlag war oft nichts für den Djoker zu holen - sensationelle 31 Asse verzeichnete Querrey insgesamt. Im vierten Satz hätte er dann auch alles klar machen können, konnte aber mehrere Break-Chancen nicht nutzen. Djokovic musste spätestens jetzt alles in die Waagschale werfen, brachte die eigenen Aufschläge letztlich aber mit viel Wille und einigen spektakulären Schlägen durch - auch weil Querrey schlicht zu viele einfache Fehler unterliefen.

Rund um Wimbledon - Tag 6 zum Nachlesen

Immer wieder hatte man das Gefühl, dass er den Djoker beinahe soweit hatte, immer wieder machte er es sich dann mit Aussetzern selbst kaputt. So rettete sich der Serbe, nach erneuter Regen-Pause, in den Tie-Break und zog nach erneut einfachen Fehlern seines Gegenübers davon. Doch dieses Mal kämpfte sich Querrey endgültig zurück und seinen zweiten Matchball brachte er in einem dramatischen Duell durch.

"Ich bin gerade einfach so glücklich, mehr kann ich überhaupt nicht sagen", strahlte Querrey anschließend. "Mein Aufschlagspiel hat mich voran gebracht und im Tie-Break habe ich die Nerven behalten. Jetzt denke ich einfach von Runde zu Runde." Djokovic hat damit zum ersten Mal seit neun Jahren das Viertelfinale bei Wimbledon verpasst und musste zugeben: "Sam hat teilweise brutal gespielt. Er hat mich überpowert."

John Millman (AUS) - Andy Murray (GBR/2) 3:6, 5:7, 2:6

Auch wenn der erste Satz zunächst anders aussah - vor allem im zweiten Durchgang war es alles andere als ein Spaziergang für Murray. Vielmehr war es der schwerste Satz für den Schotten bei diesem Turnier, Millman kämpfte sich immer wieder zurück. Doch Murray ließ sich, trotz einer Regenunterbrechung, als das Dach auf dem Centre Court kurzzeitig offen war, nie aus dem Konzept bringen und im dritten Satz lieferte er dann ein klares Statement zum Abschluss.

"Es war ein gutes Spiel, wir hatten viele lange Ballwechsel", analysierte Murray bei BBC Sport: "John bewegt sich gut und er leistet sich wenige Unforced Errors. Wenn man drinnen spielt, verändert das die Bedingungen, das Spiel wird langsamer. Ich musste geduldig spielen."

Andrey Kuznetsov (RUS) - Kei Nishikori (JPN/5) 5:7, 3:6, 5:7

Marin Cilic (CRO/9) - Lukas Lacko (SVK) 6:3, 6:3, 6:4

David Goffin (BEL/11) - Denis Istomin (UZB) 6:4, 6:3, 2:6, 6:1

Jack Sock (USA/27) - Milos Raonic (CAN/6) 6:7 (2:7), 4:6, 6:7 (1:7)

John Isner (USA/18) - Jo-Wilfried Tsonga (FRA/12) 7:6 (7:3), 6:3, 6:7 (5:7) - abgebrochen wegen Dunkelheit

Nick Kyrgios (AUS/15) - Feliciano Lopez (ESP/22) 6:3, 6:7 (2:7), 0:0 - abgebrochen wegen Dunkelheit

Doppel - 1. Runde

Lleyton Hewitt (AUS)/Jordan Thompson (AUS) - Nicolas Almagro (ESP)/David Marrero (ESP) 6:7 (6:8), 6:4, 19:17

Es dauerte knapp vier Stunden, allein der letzte Satz kostete die vier auf dem Feld 157 Minuten - und am Ende durfte Lleyton Hewitt beim Comeback-Spiel nach dem vermeintlichen Rücktritt den Einzug in die zweiten Runde feiern! Das australische Duo wehrte dabei beeindruckende acht Matchbälle ab.

Die Weltrangliste der Herren im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung