Tennis

Thiem furios - Serena zittert kurz

Von SPOX
Serena Williams verlor gegen Yulia Putintseva im ersten Satz
© getty

Herren - Viertelfinale (alle Matches)

Novak Djokovic (SRB/1) - Tomas Berdych (CZE/7) 6:3, 7:5, 6:3

Der Djoker marschiert weiter in Richtung seines ersten Titelgewinns bei den French Open. Gegen Berdych hatte die Nummer eins der Welt auf dem Court Philippe Chatrier kaum Probleme, leistete sich allerdings über die gesamte Dauer der Partie gesehen erneut ein paar Leichtsinnigkeiten. In den entscheidenden Momenten war der große Favorit auf den Turniersieg allerdings zur Stelle.

Bei nasskaltem Wetter und nur 13 Grad Celsius spielte Djokovic, der von 25 Duellen mit dem Tschechen 23 gewonnen hatte, von Beginn an zielstrebig und hatte die Partie direkt im Griff. Seinem Gegenüber, der sich vier Doppelfehler leistete, fehlten hingegen durchgehend die Mittel, den Serben unter Druck zu setzen. Kapital aus den schlechten Bedingungen konnte Berdych nie schlagen.

Während Djokovic insgesamt 30 Winners verbuchen konnte, suchte Berdych immer wieder den Weg an das Netz. Da der 30-Jährige allerdings nur 16 seiner 28 Vorstöße in Punkte umwandeln und zudem nur 2 von 6 Breakchancen nutzen konnte, war für ihn bereits nach 2:06 Stunden das Abenteuer Roland Garros für dieses Jahr beendet.

Auch eine kurze Regenunterbrechung im dritten Satz brachte Djokovic, der im Turnierverlauf erst einen Satz abgegeben hat, nicht aus dem Konzept. Es war sein 42. Erfolg im 45. Match des Jahres. Bereits fünf Titel hat der 29-Jährige im Jahr 2016 gewonnen - darunter auch die Australian Open Ende Januar.

Direkt nach dem letzten Ballwechsel der Partie reckte in der Box Djokovic-Coach Boris Becker, der selbst nie das Turnier in Roland Garros gewinnen konnte, zufrieden die Siegerfaust in den grauen Himmel. Sein Schützling baute durch den Sieg seine Matchbilanz bei Grand-Slam-Turnieren auf 26 Siege in Serie aus und befindet sich weiter auf Kurs, der insgesamt achte Spieler mit einer kompletten Sammlung an Major-Trophäen zu werden.

Von den noch aktiven Profis gehören nur Roger Federer und Rafael Nadal diesem illustren Kreis an.

Entsprechend gut fiel die Laune beim Serben aus. "Ich bin glücklich, dass ich heute zur richtigen Zeit mein bestes Tennis zeigen konnte", sagte Djokovic beim Court-Interview auf Französisch und feierte seinen Erfolg anschließend ausgelassen mit einem Balljungen.

Dominic Thiem (AUT/13) - David Goffin (BEL/12) 4:6, 7:6 (9:7), 6:4, 6:1

Dominic Thiem steht im Halbfinale - und das dank eines spektakulären Auftritts: Der Österreicher bezwang David Goffin in 2:51 Stunden mit 4:6, 7:6 (9:7), 6:4, 6:1. Doch danach sah es zu Beginn des Matches überhaupt nicht aus.

Goffin schnappte sich den ersten Satz und führte im zweiten Durchgang bereits mit 4:2, das Spiel stand auf der Kippe. Dann allerdings drehte Thiem auf, schnappte sich den Satz noch spektakulär und ließ Goffin anschließend keine Chance mehr. Im letzten Satz nutzte Thiem gleich seinen ersten Matchball, um das Halbfinale klar zu machen.

Thiem zeigte sich vor allem stark am Netz, wo er 17 von 20 Vorstößen gewann - ganz im Gegensatz zu seinem Gegenüber, der nur 13 von 26 Vorstößen für sich entschied. Zudem konnte Thiem 49 Winners für sich verbuchen. Damit ist er der dritte Österreicher, der unter die Top Vier bei einem Major kommt. Thiem bekommt es jetzt mit Novak Djokovic zu tun.

Die Weltrangliste der Herren im Überblick

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