Nach Dopingbeichte von Sharapova

Murray spricht sich für Sperre aus

SID
Freitag, 11.03.2016 | 11:12 Uhr
Andy Murray siegte im letzten Spiel gegen Nishikori
© getty
Advertisement
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Tag 3
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Tag 3
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Viertelfinale
If Stockholm Open Men Single
ATP Stockholm: Viertelfinale
European Open Men Single
ATP Antwerpen: Viertelfinale
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Halbfinale
Kremlin Cup Men Single
ATP Moskau: Viertelfinale
Kremlin Cup Women Single
WTA Moskau: Finale
If Stockholm Open Men Single
ATP Stockholm: Halbfinale
European Open Men Single
ATP Antwerpen: Halbfinale
Kremlin Cup Men Single
ATP Moskau: Halbfinale
BGL Luxembourg Open Women Single
WTA Luxemburg: Finale
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 1
If Stockholm Open Men Single
ATP Stockholm: Finale
Kremlin Cup Men Single
ATP Moskau: Finale
European Open Men Single
ATP Antwerpen: Finale
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 2
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 3
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 4
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Tag 5
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Viertelfinale
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Halbfinale
WTA Championship Women Single
WTA Finale Singapur: Finale

Der Weltranglistenzweite Andy Murray hat sich nach der Dopingbeichte von Maria Sharapova für eine Sperre der Russin ausgesprochen. "Wenn du eine verbotene Substanz genommen hast, musst du bestraft werden", sagte der 28-jährige Schotte am Rande des ATP-Turniers in Indian Wells.

Murray deutete an, dass er bei den in den vergangenen Wochen überführten Sportlern an einen bewussten Missbrauch des seit Jahresbeginn verbotenen Mittels Meldonium glaubt. "Ich habe gelesen, dass seit 1. Januar 55 Akteure erwischt wurden. Man erwartet eigentlich nicht, dass Top-Athleten aus so vielen Sportarten herzkrank sind", meinte Davis-Cup-Gewinner Murray.

Tomas Berdych, die Nummer sieben im ATP-Ranking, zeigte sich überrascht von der Sharapova-Nachricht und erklärte: "Wenn du nichts nimmst, dann brauchst du auf keine Listen zu achten." Der Tscheche fügte aber an: "Wir sind alle Menschen, und Menschen machen Fehler."

Meldonium wird bei Herz- und Kreislauf-Krankheiten eingesetzt, ist aber in Deutschland nicht zugelassen. Sharapova (28) hatte am Montag in Los Angeles einen positiven Dopingtest auf Meldonium bei den Australian Open im Januar öffentlich gemacht. Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin wurde von der ITF mit Wirkung vom 12. März vorläufig suspendiert.

Maximale Sperre von vier Jahren

Für Sharapovas Handeln zeigte Murray keinerlei Verständnis. "Wenn du ein verschreibungspflichtiges Medikament nimmst, das du eigentlich gar nicht brauchst, weil du nicht krank bist, dann ist das falsch", sagte der zweimalige Major-Sieger: "Da spielt es auch keine Rolle, dass die Einnahme der Substanz bis Ende des vergangenen Jahres erlaubt war."

Die maximale Strafe für Sharapova wäre eine vierjährige Sperre, falls der Internationale Tennisverband ITF bei dem Superstar von einem "wissentlichen Betrug" ausgeht. Für "fahrlässiges Handeln" ist ein Strafmaß von zwei Jahren vorgesehen, das bei "mildernden Umständen" noch erheblich verkürzt werden könnte. Darauf will Sharapova-Anwalt John Haggerty plädieren.

Andy Murray im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung