Wimbledon - Tag 7

Djoker-Match abgebrochen

Von SPOX
Montag, 06.07.2015 | 22:13 Uhr
Novak Djokovic muss gegen Kevin Anderson in die Verlängerung
© getty
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Serena Williams hat gegen ihre Schwester Venus gewonnen und stürmt dem Serena Slam entgegen. Auch Maria Sharapova ist weiter. Murray besiegt das Aufschlag-Monster und Roger Federer hat es mehr als nur eilig. Novak Djokovic muss gegen Kevin Anderson erst zittern und dann wegen Dunkelheit abbrechen.

Damen - Achtelfinale (alle Matches):

Serena Williams (USA/1) - Venus Williams (USA/16) 6:4, 6:3

15. Sieg im 26. Sister Act für Serena. Der Schlüssel zum Erfolg gegen ihre zwei Jahre ältere Schwester: Sie hielt die Anzahl der Unforced Errors relativ niedrig (13-12) und war wie erwartet deutlich durchschlagskräftiger, was 36-15 Winner unterstreichen.

Dabei waren beide Spielerinnen etwas unkonzentriert ins Match gestartet und gaben früh jeweils ein Aufschlagspiel ab. Serena gewann den Durchgang trotzdem, weil sie ihre einzigen beiden Breakchancen eiskalt nutzte.

Tag 7 im RE-LIVE

Im zweiten Satz wurde die Nummer 1 der Welt bei eigenem Aufschlag immer sicherer und gab nur fünf Punkte ab. Venus ließ dagegen sieben Breakmöglichkeiten zu, zwei davon verwertete ihre Schwester zum ungefährdeten Sieg. "Es ist immer hart, gegen jemanden zu spielen, den man so sehr liebt und um den man sich so sehr sorgt", meinte Serena: "Sie ist heute meine Schwester, sie ist im nächsten Jahr noch meine Schwester. Ich glaube, das ist ein wenig wichtiger als ein Tennisspiel."

Serena fehlen damit nur noch drei Siege zum Wimbledon-Titel und damit zum sogenannten Serena-Slam, dem Triumph bei vier Grand-Slam-Turnieren in Serie.

Coco Vandeweghe (USA) - Lucie Safarova (CZE/6) 7:6 (7:1), 7:6 (7:4)

Über weite Strecken war es ein Spiel auf Augenhöhe, aber French-Open-Finalistin Safarova war in den entscheidenden Momenten schlicht nicht zur Stelle. Zunächst gab sie im ersten Satz ihr Break und die Chance auf den Satzgewinn sofort per Re-Break wieder her, im Tie Break verlor die Tschechin dann chancenlos mit 1:7.

Vandeweghe blieb vor allem bei eigenem Aufschlag stark (neun Asse insgesamt) und es wirkte zunehmend, als würde das Match Safarova entgleiten. Zwar rettete sie sich ihrerseits per Re-Break in den zweiten Tie Break, erneut hatte die an Nummer sechs gesetzte Safarova hier aber keine Chance. Für Vandeweghe ist der Einzug ins Viertelfinale der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere.

Maria Sharapova (RUS/4) - Zarina Diyas (KAZ) 6:4, 6:4

Glanzlos, aber doch souverän machte Maria Sharapova ihren Viertelfinaleinzug in Wimbledon perfekt. Die Russin erwischte den deutlich besseren Start in das Match gegen Zarina Diyas und ging früh mit 5:2 in Front. Anschließend ließ Sharapova jedoch ein wenig die Konzentration vermissen: Die Nummer vier der Weltrangliste ließ zwei Satzbälle liegen und gab ihr nächstes Aufschlagspiel gleich mit ab.

5:4, Diyas hatte merklich Blut geleckt, doch die Favoritin war wieder voll da. 15:0, 30:0, 40:0, Sharapova schien kurzen Prozess zu machen, nur um dann doch wieder zwei Satzbälle zu vergeben. Erst mit dem fünften Versuch sicherte sich die Russin den ersten Satz.

Doch auch im zweiten Durchgang hielt die junge Kasachin stark dagegen. Diyas leistete sich 17 Unforced Errors und nutzte ihre Breakchancen, sobald sie sich ergaben, meist gut. Im womöglich entscheidenden Moment gelang der Favoritin jedoch die Abwehr: Beim Stand von 2:3 konterte Sharapova den gegnerischen Breakball und sicherte sich das Spiel. Das Momentum kippte wieder und die Favoritin blieb cool. Ihren ersten Matchball zum 6:4 nutzte Sharapova sofort.

Agnieszka Radwanska (POL/13) - Jelena Jankovic (SRB/28) 7:5, 6:4

In einem interessanten, durchaus hochklassigen und weitestgehend ausgeglichenen Duell setzte sich die Favoritin am Ende doch knapp durch. Lange Ballwechsel prägten das Bild schon früh in der Partie, 1:43 Stunden dauerte das Match obwohl Radwanska letztlich nur zwei Sätze brauchte. Die Polin war vor allem stärker, wenn der erste Aufschlag kam, wenngleich sie die letzte Effizienz phasenweise vermissen ließ.

Nur fünf ihrer 14 Breakchancen nutzte Radwanska, doch es reichte am Ende zu einem verdienten Sieg. Jankovic, die in der vergangenen Runde noch Titelverteidigerin Petra Kvitova rausgeworfen hatte, zeigte am Ende auch sichtlich Nerven und echauffierte sich lautstark über die ein oder andere Entscheidung des Stuhlschiedsrichters.

Für Radwanska bedeutet der 35. Sieg in Wimbledon den insgesamt fünften Einzug ins Viertelfinale. Dort wartet jetzt Madison Keys.

Victoria Azarenka (BLR/23) - Belinda Bencic (SUI/30) 6:2, 6:3

Wenn sich Belinda Bencic heute Abend ins Bett legt und sich noch ein wenig Abendlektüre zu Gemüte führt, sollte sie darauf verzichten, die Geschichte vom "Hasen und dem Igel" zu lesen - ansonsten folgen wohl Schweißausbrüche. Die Schweizerin rackerte sich gegen Azarenka auf dem Grün gehörig ab, ließ aber jegliche Cleverness vermissen.

Von Beginn an zeigte die erfahrenere Azarenka das klügere Tennis, machte kaum Fehler und blieb in den entscheidenden Momenten eiskalt. Bencic versuchte viel, ließ aber die nötige Konstanz in ihrem Spiel vermissen. Beispielsweise holte Azarenka zwei von drei Breakchancen im ersten Satz, während die 18-Jährige keine ihrer vier Möglichkeiten nutzte. Im zweiten Satz, als man kurzzeitig das Gefühl bekam, Bencic ziehe das Momentum auf ihre Seite, folgten dazu unnötige Fehler.

Azarenka spielte ihre Erfahrung dagegen konsequent runter und ließ sich - bis auf ein, zwei Wackler im zweiten Satz - die ganze Partie über nicht aus der Ruhe bringen. Insgesamt konnte die Weißrussin 29 Winner bei nur 8 Unforced Errors schlagen. Bencic gelangen hingegen nur 15 Gewinnschläge. Für Azarenka geht es nun mit einem Viertelfinal-Blockbuster gegen Serena Williams weiter, während die junge Schweizerin trotz der Niederlage auf ein erfolgreiches Wimbledon zurückblicken kann, das Lust auf mehr macht.

Madison Keys (USA/21) - Olga Govortsova (BLR) 3:6, 6:4, 6:1

Nach einer knappen halben Stunde konnte Govortsova den ersten Satz für sich entscheiden. Grundlage dafür war, dass sie 64 Prozent aller Ballwechsel gewann. Dagegen half Keys auch ihr Aufschlag nichts: Die vier generierten Asse konnten die schwache Quote von nur 41 Prozent beim ersten Aufschlag nicht kompensieren. Das Pech der Amerikanerin: Ihre Gegnerin agierte kaltschnäuzig und verwandelte zwei von vier Breakchancen.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer auf Court 18 eine deutlich ausgeglichenere Partie. Keys steigerte sich und agierte risikofreudiger. Besonders mit der Rückhand der Amerikanerin kam Govortsova nicht klar. Der Schlüssel zum Gewinn des zweiten Satzes war das Spiel am Netz. Ganze zehn Mal wagte sich Keys nach vorne und verbuchte dabei acht Punkte.

Der entscheidende Satz verlief für Govortsova dann fürchterlich. Die Bulgarin brachte nicht ein einziges Aufschlagspiel durch und leistete sich elf Unforced Errors (Keys nur 4). Keys nutzte sämtliche Breakchancen (3/3) und ließ ihrer Gegnerin nicht mehr den Hauch einer Chance.

Timea Bacsinszky (SUI/15) - Monica Niculescu (ROU) 1:6, 7:5, 6:2

Deutschland-Schreck Bacsinszky spielte einen ersten Durchgang zum Vergessen - doppelt so viele Fehler wie Winner (14 zu 7), keinerlei Gefahr also für ihre rumänische Gegnerin. Niculescu dagegen agierte wie von einem anderen Stern. Sie machte 13 von 14 Mal den Punkt, wenn ihr erster Aufschlag kam und wies eine erfolgreich 9/10-Quote am Netz auf.

Ganz anders verlief der zweite Durchgang. Knapp eine Stunde scheuchten sich die beiden Damen über den heiligen Rasen. Was ab dem Stand von 3:3 folgte, ist nur mit dem Wort Break-Festival zu beschreiben: Fünf Mal am Stück verloren Bacsinszky und Niculescu ihr Aufschlagspiel. Die Schweizerin deutete jedoch an, weshalb sie Görges und Lisicki besiegen konnte; mit ihrem aggressiven Grundlinienspiel zwang sie ihre Gegnerin zu etlichen Fehlern.

Im Dritten dann der Blitzstart für die Schweizerin, die mit 3:0 in Führung ging. Niculescu hielt zwar noch dagegen, aber ihr Wille war gebrochen. So fuhr Bacsinszky am Ende einen Sieg ein und steht erstmals in ihrer Karriere in der Runde der letzten Acht.

Garbine Muguruza (ESP/20) - Caroline Wozniacki (DEN/5) 6:4, 6:4

Caroline Wozniacki hat wirklich die Seuche am Schläger: Nicht nur verlor die an Nummer fünf gesetzte Dänin die dritte von vier Partien gegen Garbine Muguruza, zum fünften Mal muss die 24-Jährige ihre Segel auch vor dem Wimbledon-Viertelfinale streichen. Die Spanierin Muguruza zeigte das sicherere Tennis und brauchte knapp eineinhalb Stunden, um Wozniacki nach Hause zu schicken.

Die in Venezuela geborene Muguruza bestach vor allem durch ihr kraftvolles und aggressives Spiel. Besonders am Netz war sie mit 23 Net Points (bei einer Quote von 80 Prozent) erfolgreich. Dazu kamen 29 Winner - die Dänin kam nur auf zehn. Am Ende war es auch kein Problem, dass der Spanierin mehr Fehler unterliefen und auch insgesamt ein schlechteres Tennis als gegen Kerber zeigte, da Wozniacki über die ganze Partie mit ihrem Spiel haderte. Muguruza trifft damit im Viertelfinale im Duell der "Deutschland-Bezwinger" auf die Schweizerin Timea Bacsinszky.

Seite 1: Tag 7 der Damen

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