Tennis

Stan schaltet FedEx aus

Von SPOX
Stan Wawrinka (l.) gewann zum insgesamt dritten Mal gegen Roger Federer
© getty

Herren - Viertelfinale (alle Matches):

Jo-Wilfried Tsonga (FRA/14) - Kei Nishikori (JPN/5) 6:1, 6:4, 4:6, 3:6, 6:3

6:1 und 5:2 führte Tsonga, als auf der Tribüne plötzlich etwas Hektik ausbrach. Der Wind, der Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichte, hatte auf dem Philippe Chatrier eine Verkleidung der Videowand abgerissen, die Metallplatte stürzte in die Zuschauerränge. Drei Fans wurden dabei leicht verletzt.

Nach einer 30-minütigen Unterbrechung ging es weiter - und der bis dato komplett dominante Tsonga geriet zwischenzeitlich ins Wanken. Er kassierte ein Break und ließ Nishikori auf 4:5 herankommen, ehe er doch die 2:0-Satzführung perfekt machte. Doch der Japaner steckte nicht auf.

Im dritten Durchgang schaffte er beim Stande von 5:4 das Break zum Satzgewinn, ehe er im vierten Satz klar besser war und ausglich. Angefeuert von seinen Landsleuten behielt Tsonga aber die Nerven. Ein Break reichte ihm, um ins Halbfinale einzuziehen, wo er nun auf Wawrinka trifft.

Nishikori hatte grundsätzlich mit seinem Aufschlag Probleme. Kam der erste Aufschlag nicht, nutzte das Tsonga zu über 50 Prozent zum Punkt. Außerdem unterliefen Nishikori zu viele unerzwungene Fehler (52-37), während der Franzose bei den Winnern (44-37) vorne lag.

Stan Wawrinka (SUI/8) - Roger Federer (SUI/2) 6:4, 6:3, 7:6 (7:4)

Beeindruckend! Anders ist Wawrinkas Auftritt im Duell der Eidgenossen nicht zu beschreiben. Stan zog sein Ding auf extrem hohem Niveau quasi von der ersten bis zur letzten Minute durch und schaffte so erstmals den Einzug ins Halbfinale von Roland Garros. Für Wawrinka war es der dritte Sieg gegen seinen Landsmann im 19. Match.

Im ersten Satz genügte Wawrinka ein frühes Break zum 2:1, im zweiten Durchgang nahm er dem nun schwächelnden FedEx gleich zwei Mal das Aufschlagspiel ab. Federer stemmte sich im dritten Satz mit allem was ihm zur Verfügung stand gegen das Aus und motzte ungewohnt laut vor sich hin, doch Wawrinka blieb bei eigenem Aufschlag cool und sorgte im Tie-Break vor allem mit seiner überragenden Rückhand für die Entscheidung. Nach 2:09 Minuten war alles vorbei.

Der Sieg ging natürlich völlig in Ordnung. Federer schaffte nicht ein einziges Break, schlug 16 Winner weniger als sein Gegenüber (22-38), machte dabei aber nur unwesentlich weniger Unforced Errors als Stan (25-27), der zudem erstklassig servierte (mit dem ersten Aufschlag machte er zu 87 Prozent den Punkt). Schwach spielte Federer auch am Netz, wo er bei 19 Angriffen nur zu 47 Prozent punktete.

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