Lisicki in Nürnberg raus

SID
Mittwoch, 20.05.2015 | 19:49 Uhr
Sabine Lisicki befindet sich nach wie vor in einer Formkrise
© getty

Während Siegerin Carina Witthöft strahlte, blickte Verliererin Sabine Lisicki bedröppelt drein: Nach dem Regenchaos von Nürnberg hätte die Gemütslage der beiden deutschen Tennisprofis kaum unterschiedlicher sein können. Nachwuchshoffnung Witthöft erreichte in der fränkischen Metropole das Viertelfinale und steht erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Runde der letzten Acht bei einem WTA-Turnier.

Die 20-jährige Hamburgerin bezwang Jewgenija Rodina (Russland) im Eiltempo mit 6:1, 6:2 und trifft nun auf Lara Arruabarrena. Die Spanierin besiegte die an Position drei gesetzte Lisicki in einem Marathonduell nach 2:27 Stunden mit 6:2, 6:7 (3:7), 7:6 (7:3) und verhinderte das ersehnte deutsche Duell.

Lisicki erlebte auf der Anlage am Valznerweiher eine neuerliche Enttäuschung. "Ich finde es einfach schade, dass ich die Chance nicht nutzen konnte und sehr knapp verloren habe", sagte die frustrierte Lisicki nach der Niederlage auf ihrem schwächsten Belag.

Lisicki: Krise hält an

Damit erfüllte sich für die Weltranglisten-20., die die fünfte Niederlage im siebten Sandplatzmatch der Saison kassierte, die Hoffnung auf eine gelungene Generalprobe für die am Sonntag in Paris beginnenden French Open nicht. In Roland Garros war die Wimbledon-Finalistin von 2013 noch nie über die dritte Runde hinausgekommen.

Die erneut zu inkonstant spielende Lisicki hatte im dritten Satz gegen die Nummer 98 der Welt bereits mit 5:3 geführt, konnte aber insgesamt nur zwei ihrer insgesamt elf Breakchancen nutzen - und zeigte Nerven.

Kerber gegen Doi aus Japan

Bereits am Dienstag hatte Angelique Kerber (Kiel/Nr. 2) als erster deutscher Profi die Runde der letzten Acht beim mit 250.000 Dollar dotierten Nürnberger Versicherungscup erreicht. Die 27-Jährige trifft am Donnerstag im Linkshänderinnen-Duell auf die nur 1,59 Meter große Qualifikantin Misaki Doi (Japan).

Das Match von Lisicki hatte wegen des Regens mit zweistündiger Verspätung begonnen und musste nach nur zwölf Minuten (2:2) für weitere zwei Stunden unterbrochen werden. In der Zwischenzeit versuchte sich "Bine" beim Stadt-Land-Fluss-Spiel abzulenken.

Witthöft immer stärker

Witthöft, beim Sandplatz-Event in Franken an Position acht gesetzt, hatte in diesem Jahr bereits die ITF-Turniere in Cagnes-Sur-Mer sowie Altenkirchen gewonnen und in Kuala Lumpur erstmals bei einem WTA-Tournament den Sprung ins Viertelfinale geschafft.

Carina Witthöft im Interview

Auf Court 1 zeigte Witthöft ihre Qualitäten und zwang Rodina immer wieder durch ihr aggressives Spiel zu Fehlern. "Schön wäre es jetzt, noch eine Runde zu gewinnen und im Halbfinale zu stehen", sagte die 20-Jährige, die noch auf ihren ersten Semifinal-Einzug auf der WTA-Ebene wartet.

Petkovic gibt auf

Die in Nürnberg topgesetzte Andrea Petkovic (Darmstadt) hatte ihre Auftaktpartie am Montag wegen einer Oberschenkelzerrung aufgeben müssen. Bundestrainerin Barbara Rittner geht aber dennoch von einem Start der letztjährigen Halbfinalistin bei den French Open aus.

Die in Nürnberg topgesetzte Andrea Petkovic (Darmstadt) hatte ihre Auftaktpartie am Montag wegen einer Oberschenkelzerrung aufgeben müssen. Bundestrainerin Barbara Rittner geht aber dennoch von einem Start der letztjährigen Halbfinalistin bei den French Open aus.

Die WTA-Rangliste im Überblick

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